Polizei will gegen Rowdys auf Raststätte durchgreifen

Riskante Spiele mit Autos in der Nacht.

Drucken
Teilen

«Wir werden Massnahmen gegen diese Autotreffs ergreifen. Der Parkplatz der Autobahnraststätte Würenlos ist nicht der Wilde Westen», sagt Bernhard Graser, Sprecher der Aargauer Kantonspolizei. Man erarbeite derzeit ein Konzept: «In nächster Zeit beobachten wir die Situation ganz genau. Wenn nötig, verstärken wir die Polizeipräsenz.»

Hunderte treffen sich an den Wochenenden in Würenlos

Grund: das Autotreffen in der Nacht auf vergangenen Sonntag. Hunderte von Autofahrern versammelten sich einmal mehr auf dem Parkplatz der Limmattaler Autobahnraststätte, um ihre riskanten Fahrkünste zu präsentieren. Die Polizei entzog sieben Lenkern den Führerausweis, nachdem sich Anwohner wegen des Lärms beschwert hatten.

Als die Polizei am frühen Sonntagmorgen eintraf, waren zwei Lenker gerade dabei, ihre Autos ins Schleudern zu bringen. Der 22-jährige Schweizer und der 23-jährige Kroate mussten den Ausweis auf der Stelle abgeben. In der Folge entzog die Polizei fünf weiteren Personen das «Billett», die bei ähnlichen «Spielereien» mit ihrem Wagen erwischt worden waren. «Die vielen Autolenker wurden aggressiv, als die Polizei eintraf. Deswegen musste Verstärkung geholt werden», so Graser.

Doch damit nicht genug: Kurz vor fünf Uhr wollte ein 19-jähriger Kosovare den versammelten Schaulustigen imponieren und drehte sich mit aufheulendem Motor und quietschenden Reifen mehrmals um die eigene Achse, wie die Polizei weiter mitteilte. Dabei verlor er die Herrschaft über sein Fahrzeug und prallte in zwei abgestellte Autos. Es entstand ein Schaden von 50 000 Franken. (som)

Aktuelle Nachrichten