Der Afrikaner hatte sich am Montagnachmittag mit einer Waffe und Munition in einem Zimmer verschanzt, das kein Fenster hatte. Er hatte gedroht, sich umzubringen.

Ein Vermittlungsteam der Polizei nahm mit dem Mann Kontakt durch die Hintertür auf. Nach rund zehnstündigen Verhandlungen konnte dieser kurz vor Mitternacht mit einem Taser ausser Gefecht gesetzt werden, wie die Polizei am Dienstag mitteilte.

Der Mann habe keinerlei Forderungen gestellt, sagte Anne Plessz, Sprecherin der Stadtpolizei Lausanne, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Das genaue Motiv für seine Drohung sei noch unklar.

Als Vorsichtsmassnahme hatte die Polizei zwei Gebäude evakuiert. Um 00.15 Uhr wurde das Dispositiv aufgelöst. Die betroffenen Quartierbewohner konnten in ihre Wohnungen zurückkehren.

In der Lausanner Vorortgemeinde Renens hatte ein familiärer Konflikt im Juni tragisch geendet. Ein 29-jähriger Mann hatte sich mit seinem einjährigen Sohn in einer Wohnung eingeschlossen. Als die Polizei die Wohnung stürmte, erstach der Vater das Kleinkind. Es verstarb kurze Zeit später.