Am Donnerstag, 4. März 2010, um 13.55 Uhr, meldete ein aufmerksamer Automobilist der Polizei Basel-Landschaft, dass auf der Autobahn A2 ein Lastwagen mit Anhänger mit litauischen Kennzeichen in Fahrtrichtung Basel fahre unterwegs sei, dessen Anhänger sich hinten stark zur Seite neigen würde. Die Fahrzeugkombination konnte kurze Zeit später bei Arisdorf BL angehalten werden.

Und die Polizisten staunten in der Folge nicht schlecht: es stellte sich heraus, dass der verantwortliche Fahrzeuglenker, ein 53-jähriger Litauer, nach einer Panne am Anhänger die beiden rechten Räder der zweiten Anhängerachse entfernt und die Achse mittels Zurrgurten am Chassis festgebunden hatte.

Dadurch musste die erste Achse des Anhängers das gesamte Gewicht tragen. Folglich erreichte der Anhänger die minimale Abbremsung der Betriebsbremse nicht mehr und das Herstellergarantiegewicht und die Reifentragkraft der 1. Achse wurden ebenfalls massiv überschritten.

Überdies stellte die Polizei diverse Verstösse gegen die Arbeits- und Ruhezeitverordnung festg. Sie hat das Fahrzeug bis auf weiteres stillgelegt. Gegen den Fahrzeuglenker wurde ein Strafverfahren eröffnet. Zudem musste er ein Bussen-, Kosten- und Gebührendeposit in vierstelliger Höhe leisten. Weitere Abklärungen sind laut der basellandschaftlichen Polizei im Gang. (rsn)