Drogenhandel

Polizei fasst kolumbianischen Drogenboss Barrera in Venezuela

Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos spricht am Fernsehen über die Verhaftung Barreras

Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos spricht am Fernsehen über die Verhaftung Barreras

Bei einem grenzübergreifenden Einsatz ist der kolumbianische Drogenboss Daniel «El Loco» Barrera im benachbarten Venezuela gefasst worden. Damit sei «der letzte» der grossen Bosse «gefallen», sagte Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos am Dienstagabend in einer Radio- und Fernsehansprache.

Unterstützung bei der Festnahme Barreras leisteten demnach die Auslandsgeheimdienste CIA und MI6 aus den USA und Grossbritannien. Gefasst wurde er den Angaben zufolge in der venezolanischen Stadt San Cristóbal. Santos dankte der Regierung Venezuelas, von der die Festnahme Barreras bestätigt wurde.

Polizeichef José Roberto León sagte der Nachrichtenagentur AP, der 50-jährige Barrera habe bei seiner Festnahme keinen Widerstand geleistet. Er rechne damit, dass Venezuela Barrera ausliefern werde.

Barrera war einer der meistgesuchten Männer Kolumbiens. Im vergangenen Jahr setzten die Behörden eine Belohnung von 2,7 Millionen Dollar für Hinweise auf seinen Aufenthaltsort aus.

Barrera soll insgesamt mehr als 900 Tonnen Kokain in die USA und nach Europa geliefert haben. Kolumbien ist der grösste Kokainproduzent weltweit. Im Jahr 2011 wurden in dem Land nach UNO-Schätzungen 345 Tonnen des Rauschgifts hergestellt.

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