Prozess

Pfleger wegen sexuellen Missbrauchs von Patientinnen verurteilt

Ein Spitalbett (Symbolbild)

Ein Spitalbett (Symbolbild)

Ein Hilfspfleger, der im Spital Wattwil drei Patientinnen sexuell genötigt haben soll, ist zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 14 Monaten verurteilt worden. Der 59-jährige Schweizer bekommt ein fünfjähriges Berufsverbot.

Der Hilfspfleger hat laut dem Urteil des Kreisgerichts Toggenburg vom Donnerstag drei Frauen genötigt, ihn mit der Hand zu befriedigen. Der diplomierte Sozialpädagoge arbeitete zwischen 2007 und 2010 am Spital Wattwil. Er war hauptsächlich im Nachtdienst auf einer medizinischen Bettenstation oder der Geriatrie tätig.

Nachdem die ersten Vorfälle bekannt wurden, wurde der Pfleger verwarnt und unter Beobachtung gestellt. Trotzdem soll es 2010 zu weiteren Übergriffen gekommen sein. Das Spital erstattete Anzeige, der Mitarbeiter wurde sofort freigestellt.

Therapie im Gefängnis

Der 59-Jährige wurde wegen mehrfacher sexueller Handlungen mit Anstaltspfleglingen verurteilt. Der Pfleger war wegen Exhibitionismus vorbestraft und muss wegen seiner psychischen Störung während des Strafvollzugs in die Therapie.

Während fünf Jahren ist ihm eine Arbeit in der Pflege, Betreuung, Begleitung oder Erziehung verboten. Gegen das Berufsverbot hatte sich der teilweise geständige Angeklagte nicht gewehrt.

Eine von der Staatsanwaltschaft verlangte öffentliche Publikation des Urteils mit dem Namen des Angeklagten lehnte das Gericht ab. Dieses diene der Prävention nicht, sagte der vorsitzende Richter bei der Urteilseröffnung vom Donnerstag.

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