Einbrüche und Streitereien
Osterwochenende 2012: Viele Köpfe statt Eier eingeschlagen

Auch über Ostern gab es viel Arbeit für die Polizei: Die Kantonspolizei verzeichnete über die Ostertage insgesamt 18 häusliche Gewalten, 22 Streitereien und Schlägereien, 18 Einbruchdiebstähle sowie 20 Verkehrsunfälle.

Adrian Hunziker
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Schlägerei (Symbolbild)

Schlägerei (Symbolbild)

Keystone

Über die Ostertage hatte die Polizei alle Hände voll zu tun. Insgesamt rückten Kantons- und Regionalpolizei 18 Mal wegen häuslicher Gewalt aus. Viele Paare stritten sich - und der eine oder andere schlug auch zu. «Die Leute sehen sich während vier Tagen die ganze Zeit. Sie hocken regelrecht aufeinander. So ist es kein Wunder, dass es zu Streitigkeiten kommt», sagt Max Suter, Mediensprecher der Aargauer Kantonspolizei. Er denkt zudem, dass Alkohol seinen Teil dazu beigetragen hat.

Laut Suter ist es bereits normal, dass an Festtagen übermässig viele Fälle von häuslicher Gewalt zu verzeichnen sind. In vier Fällen musste die Polizei die angreifende Person wegweisen. In einem Fall wurde der Aggressor inhaftiert und in zwei Fällen wurden zusätzlich Waffen sichergestellt.

Trotzdem waren beim Frauenhaus Aargau Solothurn an diesen Ostertagen nicht mehr Frauen als sonst auf Hilfe angewiesen. Es gebe keinen Zusammenhang zwischen Feiertagen und der Zahl Schutz suchender Frauen, heisst es beim Frauenhaus auf Anfrage der az: «Wir hatten auch schon Ostern oder Weihnachten, wo keine Klientinnen unsere Hilfe benötigten.»

Auffällig viele Einbrüche

Zudem erfolgten über die Feiertage 22 Meldungen wegen Streitereien und Schlägereien. In vier Fällen wurde innerhalb der Familie gestritten, der Rest belief sich auf Nachbarschaftsstreitereien oder alkoholisierte Gruppen, welche sich in die Quere kamen. «Dass es so viele Schlägereien gibt, ist ganz normal für ein Wochenende. Das hat mit Ostern nichts zu tun», so Suter.

Hinzu kamen über das verlängerte Wochenende viele Einbruchdiebstähle. Suter geht davon aus, dass es vermehrt zu Einbrüchen kommt, «da viele Leute in den Bergen oder im Tessin weilen. Und viele Firmen bleiben geschlossen.» So verwundert es nicht, dass von Karfreitag bis Ostermontag der Kantonspolizei 13 Einbrüche und 5 Einbruchdiebstahlsversuche gemeldet wurden. Dabei fielen 8 Einfamilienhäuser, 5 Mehrfamilienhäuser sowie 5 Firmen Einbrechern zum Opfer.

Wenig Leute auf der Strasse

Ausserdem ereigneten sich auf den Aargauer Strassen 20 Verkehrsunfälle. Dabei ordnete die Polizei laut Suter drei Blutproben an: «Bei besserem Wetter hätte es sicher noch mehr Motorrad-, Velofahrer und Fussgänger gegeben. Dann hätte sich das Unfallrisiko noch erhöhen können.» So hatte das schlechte Wetter über Ostern auch sein Gutes - zumindest aus polizeilicher Sicht.

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