Olten
Olten: Polizei bestraft Sexarbeiterinnen und Freier

Die Stadtpolizei Olten führte vergangene Freitagnacht und Samstagnacht auf dem Strassenstrich an der Haslistrasse die Aktion „Welle“ durch. Ziel war es, eine Kontrolle der Prostituierten und des Freierverkehrs durchzuführen. Es setzte auch Bussen ab.

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Die Polizei führte einen umfangreichen Einsatz auf dem Oltner Strassenstrich durch (Symbolbild)

Die Polizei führte einen umfangreichen Einsatz auf dem Oltner Strassenstrich durch (Symbolbild)

Keystone

Am vergangenen Wochenende führte an der Haslistrasse in Olten die Polizei eine verstärkte Polizeipräsenz durch und führte eine Kontrolle der Prostituierten und des Freierverkehrs durch. Die Polizisten konnten nur schon durch ihre Präsenz den Freierverkehr wie auch die Anzahl Prostituierten erheblich reduzieren. Das schreibt die Stadtpolizei Olten in einer Medienmitteilung.

In zeitlich unregelmässigen Abständen wurden die Prostituierten kontrolliert und den Freier-Suchverkehr mittels stationären Verkehrskontrollen überwacht. Parallel zur Kontrolle wurden die beiden Kreisel an der Haslistrasse für diese zwei Nächte gesperrt.

Diese Massnahme schreckte den Freierverkehr ab und die Sexarbeiterinnen konnten sich nur noch auf den 328 Metern der Haslistrasse anbieten. Auch das Umfeld der Haslistrasse wurde grossräumig überwacht und alle ausweichenden Prostituierten wurden wieder auf die Haslistrasse zurückgeschickt.

Die Stadtpolizei sieht den umfangreichen Polizeieinsatz als Erfolg. Sie hält fest, dass sie die Entwicklung auf dem Strassenstrich in Olten in den nächsten Monaten stark überwachen und weitere gezielte Aktionen durchführen werden.

An der Haslistrasse und im übrigen Stadtgebiet wurden folgende Delikte in den zwei Einsatznächten durch die Stadtpolizei geahndet:

37 ausgestellte Ordnungsbussen hauptsächlich wegen Verstoss gegen das Strassenverkehrsgesetz (Freierverkehr);

15 Prostituierte wurden angezeigt wegen Verstosses gegen die Verordnung über die Einführung des freien Personenverkehrs, illegale Arbeitsaufnahme ohne gültige Papiere in der Schweiz und Verstoss gegen das Ausländergesetz;

3 ausgestellte Fernhalteverfügungen vom Raum Hasli- und Tannwaldstrasse von 30 Tagen gegen Prostituierte, welche sich nicht an die Anweisungen der Polizei gehalten haben;

3 Prostituierte wurden verzeigt wegen Missachten einer amtlichen Verfügung;

7 Prostituierte wurden für drei Stunden auf den Polizeiposten gebracht, wegen Nichtabstandnehmen von einer Übertretung;

1 Mängelkarte für Fahrzeuge ausgestellt

1 Nachtruhestörung

1 Verzeigung wegen Verstoss gegen das Gastgewerbegesetz

1 Verzeigung wegen Erregen öffentlichen Ärgernisses und Trunkenheit. Diese Verzeigung endete für den Beschuldigten mit der Einlieferung ins Untersuchungsgefängnis;

1 Schlichtung Verkehrsunfall. (sha)