Zurzach

Öl, Wurst und Wein, das lass sein: Schmuggel kostet 10'000 Franken Busse

Ein Teil der entdeckten Schmuggelwaren im Kleintransporter des Portugiesen

Ein Teil der entdeckten Schmuggelwaren im Kleintransporter des Portugiesen

Grenzwächter finden bei einem Schmuggelversuch in Zurzach 660 Liter Wein, 160 Kilo Wurstwaren und andere Lebensmittel. Der Fund ist aussergewöhnlich gross und wirft einige Fragen auf. Der Schmuggler musste deshalb das ganze Fahrzeug als Pfand abgeben

Mit einem Kleintransporter will ein in der Schweiz lebender Portugiese 660 Liter Wein, 160 Kilo Wurstwaren, 41 Liter Speiseöl, kleinere Mengen Schnaps und Frischfleisch in die Schweiz schmuggeln.

Doch am Zoll in Zurzach geht er den Grenzwächtern ins Netz. Mehrmals fragen sie den Mann, ob er etwas zu verzollen habe. Der Mann verneint und gibt an, nur gebrauchtes Umzugsgut dabei zu haben.

Als die Mitarbeiter des Grenzwachtkorps den Kleintransporter am Montagabend kontrollierten, stellten sie nebst dem deklarierten Umzugsgut in verschiedenen Kartonschachteln und grösseren Gebinden die aussergewöhnlich grosse Menge Wein sicher.

Basler Zollfahndung eingeschaltet

Weil der grosse Fund die Grenzwächter in Zurzach überraschte, kontaktierten sie die Zollfahnder der Zollkreisdirektion Basel. Diese leiteten umgehend Ermittlungen ein.

«Offenbar steht der Portugiese mit zwei weiteren Lieferungen in Verbindung, die ebenfalls ohne Zollanmeldung in die Schweiz eingeführt worden waren», sagt Patrick Gantenbein, Mediensprecher der Grenzwachtregion Basel.

Schmuggeln für die Lieben

Der Wein, das Fleisch und die übrigen Güter wollte der Portugiese selber verzehren und seinen Landsleuten in der Schweiz weitergeben.

Der Schmuggelversuch kommt den Fahrer teuer zu stehen: Er muss mit 10'000 Franken Busse und nachträglichen Abgaben rechnen. Da die geforderte Bussenkaution nicht geleistet werden konnte, wurde das Fahrzeug als Zollpfand beschlagnahmt.

Fall Zurzach ist ungewöhnlich

Der logische Weg von Portugal her in die Schweiz führt über Genf oder Basel. «Dass der Mann den Umweg über Zurzach wählte, ist auffällig», sagt Gantenbein.

Weshalb er diesen Weg fuhr, gibt Anlass zu verschiedenen Spekulationen.

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