Kriminalität

Notorischer Kleinkrimineller tanzt Zuger Justiz auf der Nase herum

Auch Gefängnis kann den Kleinkriminellen nicht abhalten (Symbolbild)

Auch Gefängnis kann den Kleinkriminellen nicht abhalten (Symbolbild)

Eine unbedingte Freiheitsstrafe von 170 Tagen, eine Geldstrafe von fünf Tagessätzen zu 10 Franken und eine Busse von 100 Franken: Diese Strafe hat die Zuger Staatsanwaltschaft gegen einen 39-Jährigen notorischen Kleinkriminellen verhängt.

Bei dem Verurteilten handelt es sich um einen alten Bekannten der Zuger Justizbehörden. Der Algerier, ein abgewiesener Asylbewerber, hält sich illegal in der Schweiz auf, wie die Zuger Polizei am Montag mitteilte. Unter anderem werden ihm mehrfache Widerhandlung gegen das Ausländergesetz sowie gegen das Betäubungsmittelgesetz vorgeworfen.

Das Urteil ist laut Mitteilung rechtskräftig. Der Mann habe seine Freiheitsstrafe bereits angetreten. Falls er die Geldstrafe oder die Busse nicht bezahlt, muss er zehn Tage länger im Gefängnis bleiben.

Keine Verbrechen gegen Leib und Leben

Der Mann hat bereits zahlreiche Verurteilungen und noch mehr Anzeigen auf dem Konto, wie ein Polizeisprecher eine Meldung von blick.ch bestätigte. Innert rund fünf Jahren habe er insgesamt schon rund 18 Monate im Gefängnis gesessen, das letzte Mal war er im April 2010 zu fünf Monaten verurteilt worden.

Dabei mache er sich stets leichter Delikte schuldig, sagte der Polizeisprecher. Der Mann sei beispielsweise mit einem Rayonverbot belegt, und jedesmal, wenn er dagegen verstosse, sei dies eine Straftat. Verbrechen gegen Leib und Leben habe er nie verübt.

Obwohl er den Behörden also richtig "auf der Nase herumtanzt", so der Sprecher, könne man ihn nicht ausschaffen. Denn Algerien nehme nur Leute zurück, die freiwillig nach Hause kämen. Von Zwangsausgeschafften wolle man nichts wissen.

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