Der 32-Jährige hatte am 22. Juli in der Hauptstadt des skandinavischen Landes acht Menschen durch eine Bombe und danach auf der Insel Utøya 69 Teilnehmer eines sozialdemokratischen Jugendlagers getötet.

Die bisher verfügte Frist für die Kontaktsperre läuft am Montag aus. Es gebe für eine weitere komplette Isolation Breiviks keine Notwendigkeit mehr, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Christian Hatlo. Die Ermittler seien sich sehr sicher, dass Breivik keine Komplizen gehabt habe.

Allerdings werde die Untersuchungshaft weiter mit strengen Auflagen, darunter dem Verbot von Medienkontakten, verbunden bleiben. "In Wirklichkeit wird sich wenig für ihn ändern", sagte Hatlo. Über die Verlängerung der Untersuchungshaft muss am 14. November entschieden werden.

Attentäter handelte alleine

Alle bisherigen 14 Verhöre mit einer Gesamtdauer von etwa hundert Stunden hätten zweifelsfrei ergeben, dass der Norweger bei seiner Tat allein gehandelt habe, hiess es weiter. Die Fahnder sind sich nach ihren eigenen Angaben auch "immer sicherer", dass Breivik allein zur Herstellung der sehr kräftigen Bombe fähig war, die vor dem Osloer Regierungshochhaus detonierte.

Auf der kleinen Insel Utøya westlich von Oslo hielten sich nach neusten Polizeiangaben 569 Menschen zum Zeitpunkt des Massakers auf. Sie nahmen an einem sozialdemokratischen Sommerlager für Jugendliche teil.

Auch Schweizer Zeuge einvernommen

Auch ein Schweizer Bürger, der sich zum Zeitpunkt des Attentats in Oslo aufhielt, wurde einvernommen. Die norwegische Justiz hatte die Schweiz nach Angaben der Bundesanwaltschaft (BA) um entsprechende Rechtshilfe ersucht.

Der aus dem Kanton Freiburg stammende Mann wurde in Bern einvernommen. Das Ergebnis des Rechtshilfevollzugs sei am 10. Oktober an die norwegischen Behörden übermittelt worden, teilte die BA mit. Der Mann musste aufgrund der Druckwelle, welche die Explosion der Autobombe erzeugte, in einem Osloer Spital ambulant untersucht werden.