Neuenhof
Neuenhof braucht Angebot wie Baden

Es müsse alles getan werden, damit man in Neuenhof gleiche Angebote wie in Baden vorfinde, erklärt die SP Baden zur laufenden Projektarbeit rund um den Zusammenschluss.

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Neuenhof braucht Angebot wie Baden

Neuenhof braucht Angebot wie Baden

Aargauer Zeitung

Die SP spricht auch die Wohnungssituation an. «Wir verlangen vom Stadtrat, dass er schon im Vorfeld des Zusammenschlusses aktiv das Gespräch sucht mit den Besitzern der zu sanierenden Mehrfamilienhäusern und sich dafür einsetzt, dass diese zeitgemäss renoviert oder neu gebaut werden können, damit sie für Familien gross genug sind, also mindestens vier Zimmer haben, und dennoch die Mietpreise erschwinglich bleiben», erklärt die SP. Gleichzeitig soll sich der Stadtrat auch für die Schaffung von attraktivem Wohnraum im oberen Preissegment einsetzen. Neuenhofs Wohngebiete seien hervorragend an den öffentlichen Verkehr angeschlossen, darauf müsse die Stadt vermehrt aufmerksam machen und entsprechende Anreize schaffen.

Beide sind gewinner

Der Ende Februar veröffentlichte Zwischenbericht zeige, welches Potenzial und welche Schwierigkeiten in den einzelnen Bereichen wie der beiden Gemeinden zu erwarten seien. Laut SP Baden können beide Gemeinden dabei nur gewinnen: «Neuenhof braucht einen starken Partner, um lebensfähig zu bleiben, Baden profitiert vom Neuenhofer Bauland als Expansionsmöglichkeit für seine angestammte Industrie und die Ansiedlung neuer Firmen und für die Schaffung von neuem Wohnraum.»

Die neue Gemeinde zahlt massiv weniger in den kantonalen Finanzausgleich und hat mehr Mittel zur Verfügung. In Neuenhof profitiert man von Badens tieferem Steuerfuss. Baden wird durch den Zusammenschluss zur grössten Gemeinde Aargaus und dürfte dadurch mehr Gewicht in der Diskussion um die Verteilung der Zentrumslasten und mehr Gehör bei anderen Gemeinden im Schaffen regionaler Kooperationen erlangen.

Über die weichen Faktoren wie Identität, Kultur und Vereinstradition beider Gemeinden verrate der Zwischenbericht nicht viel, kritisiert die SP. Aber die öffentlichen Foren würden einladen, sich darüber auszutauschen und Bekanntschaften über die Gemeindegrenzen hinweg zu knüpfen, und damit Berührungsängste abzubauen. Die Ergebnisse der Foren werden im Schlussbericht handfeste Aussagen zu den weichen Faktoren liefern können, hofft die SP. Am Tag der offenen Bücher im Herbst könne sich jeder ein eigenes Bild über die Situation beider Gemeinden vor dem Zusammenschluss machen. Dann werden alle Berichte und Teilprojektstudien über den Zusammenschluss einsehbar sein.

«Regionale Kooperation ist der Weg der Gemeinden in die Zukunft», so die SP. Neuenhof und Baden setzen diese Devise konsequent um, die Zeit sei reif dafür. (az)