Unterägeri
Nachbarin: «Svenjas Mutter war überarbeitet und nervlich am Boden»

Im Fall der vermeintlich vermissten Svenja kommen nun immer mehr Details ans Tageslicht. Svenjas Mutter, die den Behörden die Entführung ihrer elfjährigen Tochter vorgetäuscht hatte, leidet unter psychischen Problemen und war in Therapie.

Merken
Drucken
Teilen
Wurde von ihrer Mutter versteckt: Die 11-jährige Svenja.

Wurde von ihrer Mutter versteckt: Die 11-jährige Svenja.

Sie sei eine liebe und hilfsbedürftige Nachbarin, sagt Elisabeth Konrad über die Mutter von Svenja. Im Gespräch habe ihr die Mutter erzählt, dass sie eine achtwöchige Therapie nach der Hälfte abgebrochen habe.

Die Nachbarin vermutet, dass die ehemalige Lastwagenfahrerin überarbeitet und deshalb «nervlich am Boden» sei.

Svenjas Vater ist nach der vorgetäuschten Entführung geschockt: «Ich kann mir nicht erklären, wie meine Exfrau alle so täuschen konnte. Selbst Bekannte, die ihr helfen wollten. Damit habe ich Mühe» sagte er gegenüber «20 Minuten».

Seit der Scheidung habe die Frau unter Depressionen und psychischen Problemen gelitten.

30-stündige Suchaktion

Nachdem die Mutter ihre Tochter als vermisst gemeldet hatte, suchten Polizei, Zivilschutz und Armee 30 Stunden lang mit einem Grossaufgebot nach der Elfjährigen. Dabei hatte die Mutter das Mädchen zunächst in der eigenen Wohnung und danach in der Wohnung eines Nachbarn versteckt.

Nachdem der Schwindel aufflog, wurde die Frau in eine Klinik eingewiesen. Auch Svenja wird psychologisch betreut, ihre 15-jährige Schwester befindet sich in der Obhut des Vaters. (nch/cze)