Autobahn A2/Hägendorf
Nach Ausflug auf A2: Ausgebüxte Rinder sind wohlbehalten zurück im Stall

Kuhalarm auf der Autobahn A2 bei der Ausfahrt Egerkingen: Am Mittwochabend legte eine Kuhherde die Autobahn lahm. Sechs Rinder waren ausgerissen und machten es sich auf beiden Fahrbahnen gemütlich. Trotz der Aufregung geht es allen Beteiligten gut.

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Sechs Rinder machten es sich am Mittwochabend auf der A2 bei Egerkingen gemütlich. (Symbolbild)

Sechs Rinder machten es sich am Mittwochabend auf der A2 bei Egerkingen gemütlich. (Symbolbild)

Keystone

Am Mittwoch kurz nach 20 Uhr waren auf der A2 auf Gemeindegebiet Hägendorf plötzlich auch Kühe unterwegs. Sechs Tiere waren von einer angrenzenden Weide auf die Autobahn gelangt. Und wollten gar nicht mehr weg.

Die Tiere behinderten der Verkehr derart massiv, dass die Kantonspolizei Solothurn einen Fahrstreifen zeitweise komplett sperren musste und den Verkehr auf der anderen Bahn verlangsamte. Dadurch kam es zu massiven Verkehrsbehinderungen.

Nachbar der eigentliche Besitzer

Der ausfindig gemachte Tierbesitzer, die Polizei und ein Passant versuchten die Tiere wieder einzufangen. Wie Recherchen von azonline zeigen, war der von der Polizei ausfindig gemachte Bauer aber gar nicht der Besitzer der Tiere. Es war vielmehr der Nachbar. «Als ich zu meinen Rindern ging, waren diese bereits durch den Nachbarbauern sowie der Polizei eingefangen», erklärt Tierbesitzer Daniel Bütler, stolzer Eigentümer des Santelhofes mitsamt der sechs ausgebüxten Rinder, auf Anfrage.

«Recht zahme Tiere»

Sind denn schon einmal Tiere ausgebüxt? «Das kam bis jetzt noch nie vor», erklärt Bütler. Das Einfangen sei eigentlich ziemlich einfach, «da es recht zahme Tiere sind.» Trotzdem brauchte die Polizei rund 1.5 Stunden. Erst um 23 Uhr war der Kuhalarm auf der A2 vorbei.

Die Tiere sind mittlerweile alle wieder wohlbehalten zurück im Stall und bei guter Gesundheit. Auch dem Besitzer der stürmischen Rinder geht es nach der Aufregung vom Mittwochabend «gut».

Provisorium hielt nicht

Die Tiere befanden sich ursprünglich auf einer Weide oberhalb der Autobahn. Aufgrund von Bauarbeiten wurde der Weidezaun durch ein Provisorium ersetzt, welches offenbar nicht ausreichend verankert war und umfiel. Die Rinder gelangten so über die Böschung auf die Autobahn.

Unfälle hat es keine gegeben. Ein Helfer wurde beim Versuch ein Rind festzuhalten leicht verletzt, teilt die Kantonspolizei Solothurn mit. (rsn/ldu/mru)

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