Wimmis
Mutter des toten Säuglings von Wimmis aus Haft entlassen

Die Mutter des toten Säuglings von Wimmis ist nach umfangreichen Befragungen aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Die Polizei geht nun davon aus, dass der Säugling nach der Geburt noch mehrere Stunden gelebt hat.

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Die Entsorgungsanlage in Wimmis: Hier wurde der Säugling gefunden

Die Entsorgungsanlage in Wimmis: Hier wurde der Säugling gefunden

Keystone

Die Umstände, die zum Tod des kleinen Mädchens geführt hätten, kläre das Institut für Rechtsmedizin der Universität Bern weiter ab, teilten die Regionale Staatsanwaltschaft Oberland und die Kantonspolizei Bern am Dienstag mit. Nach wie vor wird somit abgeklärt, ob ein natürlicher Tod vorliegt.

Die 23-jährige Kindsmutter sagte aus, das Kind im Oktober 2011 ohne fremde Hilfe in Wimmis im Berner Oberland zur Welt gebracht zu haben. Nach seinem Tod habe sie das Kind vorerst zuhause behalten. Später habe sie den Leichnam in eine Mulde gelegt. Im Februar 2012 wurde diese Mulde dann bei einer Entsorgungsfirma in Wimmis geleert.

Die Kantonspolizei hatte die Kindsmutter erst im Juni - vier Monate nach dem Leichenfund - ermittelt. Wegen der vielen offenen Fragen und der Verdunkelungsgefahr wurde die Frau verhaftet.

Im Rahmen der Befragungen ermittelten die Behörden auch den Kindsvater. Es könne jedoch ausgeschlossen werden, dass er von der Geburt und den nachfolgenden Ereignissen Kenntnis gehabt habe.

Am 19. Februar 2012 hatte eine Privatperson die Leiche des Mädchens auf dem Gelände der Entsorgungsfirma in Wimmis gefunden. Sein Leichnam wurde Mitte Mai im Gemeinschaftsgrab auf dem Friedhof in Wimmis beigesetzt. (sda)

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