Eine Whatsapp-Nachricht schreckt Kinder und Jugendliche auf – und besorgte Mütter. Deutsche Medien haben in den letzten Tagen darüber berichtet. Nun hat eine besorgte Mutter den Polizeiposten im deutschen Laufenburg, einem Schweizer Grenzort zum Kanton Aargau aufgesucht, um wegen der Nachricht Anzeige zu erstatten. 

In der Audio-Nachricht meldet sich eine Computerstimme zu Wort. "Nico", wie sich die vermeintliche Person hinter der Stimme nennt, droht: "Wenn du diese Nachricht nicht an 20 Leute schickt, komme ich zu dir." Und: "Wenn du es nicht weiterschickst, wirst du morgen nicht mehr leben. Oder du schickst es weiter und du wirst viel Glück haben."

Soundcloud: Die Morddrohung des Whatsapp-Kettenbriefs zum Anhören – drücken Sie auf das Startzeichen

Die Drohung ist allerdings nicht ernst gemeint: Erwachsene sind meist in der Lage, solche Nachrichten als Spass oder schlechten Scherz einzustufen. "Viele Kinder und Jugendliche jedoch können diese Nachricht nicht immer als Scherz und Kettenbrief einordnen", hält die deutsche Polizei fest. "Sie fühlen sich tatsächlich bedroht und sind verängstigt."

Möglich, dass es die Drohnachricht auch in den Kanton Aargau geschafft hat. Allerdings sind bisher noch keine aufgeschreckten Eltern bei der Polizei vorstellig geworden. "Ich höre das erste Mal davon", sagt Roland Pfister, Medienchef der Aargauer Kantonspolizei. 

Der Kettenbrief ist schon länger im Umlauf. Schweizer Medien berichteten bereits im November 2013, dass die Drohung auch Kinder und Jugendliche in der Schweiz in Angst und Schrecken versetze. Der Ursprung des Nachricht ist unbekannt. Die Polizei rät, dass Eltern dieses Phänomen mit ihren Kindern besprechen und ihnen empfehlen, die Nachricht zu löschen und nicht weiter zu verbreiten.