Strafanzeige Klassenzimmer Langenthal
Messerstecherei in Langendorf: Es kommt zur Anklage gegen den jugendlichen Täter

Ein 15-jähriger Schüler hat ende märz dieses JAhres in der Bezirksschule Langendorf im Kanton Solothurn einen Mitschülerwährend der Pause mit einem Messer attackiert und am Hals schwer verletzt. Nun wird der Schüler wegen vorsätzlicher Tötung dem Kantonalen Jugendgericht überwiesen. Mit einer Freiheitsstrafe ist zu rechnen.

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Messerstecherei

Messerstecherei

Keystone

Der bald 16-jährige Schüler, welcher am 25. März 2009 in einem Klassenzimmer in Langendorf einen Klassenkameraden mit einem Messer schwer verletzte, wird von der Jugendanwaltschaft des Kantons Solothurn nächstens an das Kantonale Jugendgericht zur Beurteilung überwiesen wegen versuchter vorsätzlicher Tötung, eventuell vorsätzlicher schwerer Körperverletzung.
Aufgrund der Ergebnisse der Begutachtung durch einen forensischen Kinder- und Jugendpsychiater ist davon auszugehen, dass der Schüler zur Tatzeit schuldfähig war. Die Schuldfähigkeit sei aber damals wegen einer Persönlichkeitsstörung mittelgradig vermindert gewesen. Der Gutachter empfiehlt eine Fremdplatzierung des Jugendlichen auf unbestimmte Zeit in einer Institution mit integriertem psychiatrischen und psychotherapeutischem Angebot.
Die Jugendanwaltschaft hat den Täter bereits vorsorglich in einer entsprechenden Institution platziert. Der Täter muss damit rechnen, dass das Kantonale Jugendgericht zusätzlich zur Fremdplatzierung auf unbestimmte Zeit eine Freiheitsstrafe ausfällen wird. Das Strafmass für die Freiheitsstrafe beträgt nach Jugendstrafrecht (Art. 25 JStG) für 15- bis 16-jährige Täter maximal ein Jahr. Gelingt es dem Täter, die Massnahmen der Fremdplatzierung und der Therapie erfolgreich abzuschliessen und wird er nicht mehr straffällig, wird die Freiheitsstrafe anschliessend nicht mehr vollzogen.

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