Mercedes und BMW in Flammen

Die Woche startete für mehrere Autobesitzer mit einem Totalschaden ihrer Autos. Die Brandstifter waren der Nacht auf Montag in Solothurn unterwegs. Punkto Hintergründe und Täter, tappt die Polizei noch im Dunklen.

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Astrid Bucher

Zwei Mercedes und ein BMW sind in Solothurn von Unbekannten angezündet worden. Der Sachschaden beträgt, laut Kantonspolizei Solothurn, über 200 000 Franken. Drei Autos sind total beschädigt worden. Zwei weitere in unmittelbarer Nähe stehende Personenwagen wurden vom Feuer angesengt.

Ebenfalls versuchten wohl dieselben Täter den Weihnachtsbaum auf dem Amthausplatz anzuzünden. «Wir gehen davon aus, dass diese Brandserie von derselben Person - oder von derselben Personengruppe - verübt wurde», sagt Peter Schluep vom Mediendienst der Kantonspolizei.

Die erste Meldung ging auf der Alarmzentrale kurz nach 00.30 Uhr ein: Ein Passant meldete dass der Weihnachtsbaum auf dem Amthausplatz brenne. Die Patrouille konnte aber dann kein Feuer mehr feststellen.

Innert Minuten brannten drei Autos

Um 1 Uhr kam eine weitere Meldung von der Segetzstrasse 22: Dort brannte ein Mercedes in einem Autounterstand. Das Feuer hatte bereits den Unterstand und einen neben dem Mercedes stehenden Peugeot angesengt. Die Feuerwehr Solothurn löschte den Brand rasch.

Kurz darauf meldete jemand einen brennenden Mercedes in der Wengistrasse. Und einige Minuten später brannte an der Westbahnhofstrasse ein BMW. Ein davor parkierter Alfa Romeo erlitt Schäden durch die Hitzeentwicklung. Auch diese Brände konnte die Feuerwehr, die mit rund 20 Mann ausgerückt war, löschen.

«Wir waren allerdings gefordert, es blieb keine Zeit, um ins Feuerwehrmagazin zurückzukehren», sagt Martin Allemann, Kommandant der Feuerwehr Solothurn. «Eine ähnliche Situationen hatten wir noch nie und wir waren in diesem Moment froh darum, dass wir nicht nur ein Tanklöschfahrzeug besitzen.»

Politischer Hintergrund?

Ob es sich um eine vergleichbare Tat wie jüngst in Aarau - wo eine Person, die vor Jahren kurz Mitglied der Juso war gezielt Autos von SVP-Politikern angezündet hatten - handelt, kann Schluep nicht sagen: «Zum jetztigen Zeitpunkt können wir keine Zusammenhänge feststellen, die auf eine Tat mit politischem Hintergrund hinweisen.» Auch seien die drei Autos wohl eher zufällig ausgesucht worden.

Dass Brandbeschleuniger - wie zum Beispiel Benzin - benutzt wurde, schliessen die Ermittler nicht aus, können sich aber aus ermittlungstaktischen Gründen dazu nicht weiter äussern. Die Kantonspolizei sucht Zeugen, denen verdächtige Personen an den Tatorten aufgefallen sind, Telefon 032 627 71 11.