McDonald's-Räuber kassieren «Bedingte»

Das Bezirksgericht Lenzburg blieb mit seinen Urteilen in Sachen McDonald’s-Überfall unter den Strafanträgen der Staatsanwaltschaft. Die Räuber kommen mit bedingten Strafen davon

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Zwei der vier Räuber, die am 22.März 2009 die McDonald’s-Filiale in Lenzburg überfallen hatten, sind gestern vom Bezirksgericht Lenzburg zu je 22 Monaten Gefängnis bedingt und 1000 Franken Busse verurteilt worden. Die Staatsanwaltschaft hatte für die beiden zur Tatzeit 25 und 24 Jahre alten Haupttäter wegen vollendeten Raubes, Freiheitsberaubung, Widerhandlung gegen das Waffengesetz und kleinere Drogendelikte je 24 Monate Gefängnis, bedingt auf zwei Jahre, gefordert.

Diese beiden mit Strümpfen maskierten Räuber hatten die vier Angestellten und den einzigen Gast um Mitternacht mit echt aussehenden Spielzeugpistolen bedroht und in einen Trockenraum gesperrt, ehe sie sich mit einer Beute von 17 000 Franken aus dem Staube machten (AZ vom Freitag).

Strafe auch für die Mittäter

Der 19-jährige Mittäter, der den Gast gespielt und den zwei Haupttätern die von innen verschlossene Tür geöffnet hatte, wurde wegen Gehilfenschaft zu 12 Monaten Gefängnis bedingt und 500 Franken Busse verurteilt. Auch für ihn hatte die Staatsanwaltschaft 24 Monate bedingt gefordert.

Die 23-jährige Frau, welche der Clique ahnungslos die beiden Pistolen übergeben hatte, letztlich aber in den Plan eingeweiht war und Schmiere stand, kam ebenfalls wegen Gehilfenschaft mit 14 Monaten Gefängnis bedingt und 600 Franken Busse davon. Für sie hatte die Staatsanwaltschaft 17 Monate bedingt beantragt.

Zudem sprach das Gericht unter dem Vorsitz von Daniel Aeschbach den Opfern, die bedroht und eingesperrt worden waren und wegen des Schocks ärztliche Hilfe benötigten, je eine Genugtuung von 1500 Franken zu. (sch/az)

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