Basel
Männer niedergestochen: Mutmasslicher Täter wird in Italien festgenommen

Ein 20-jähriger Schweizer konnte in Italien festgenommen werden. Er wird verdächtigt, am Sonntagmorgen in Basel zwei Männer niedergestochen und lebensgefährlich verletzt zu haben. Er muss sich wegen versuchter vorsätzlicher Tötung verantworten.

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Die italienische Polizei nahm den mutmasslichen Täter fest. (Symbolbild)

Die italienische Polizei nahm den mutmasslichen Täter fest. (Symbolbild)

Keystone

Der Täter soll am 1.April gegen 6.30 Uhr in einem Mehrfamilienhaus in der Missionsstrasse in Basel einen 44-jähriger Niederländer, sowie dessen Bekannter, ein 28-jähriger Landsmann, niedergestochen und lebensgefährlich verletzt haben.

Im Verlauf des Sonntags erhielt die Kriminalpolizei Basel konkrete Hinweise auf den Täter, einen 20-jährigen Schweizer mit Migrationshintergrund. Wie die Kriminalpolizei am Montag mitteilt, wurde befürchtet, dass der Mann mit einem Auto in die Türkei flüchten wollte. Deshalb wurde er international zur Fahndung ausgeschrieben.

Täter verursacht Unfall

Auf seiner Flucht verursachte der 20-Jährige dann in Italien mit seinem Auto eine Kollision. Als ihn die Polizei anhalten wollte, rammte er das Polizeifahrzeug und überfuhr später einen Velofahrer sowie einen Fussgänger.

In Triest konnte der Mann, durch die Polizei festgenommen werden. Er soll sich stark gegen seine Festnahme gewehrt haben, heisst es in der Mitteilung.

Motiv ungeklärt

Diese Delikte sollen nun durch die italienischen Justizbehörden geklärt werden. Die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt beantragt indes die Auslieferung des Mannes aus Italien für die in der Schweiz begangenen Delikte.

Die Staatsanwaltschaft hat wegen den Delikten in Basel gegen den 20-jährigen mutmasslichen Täter unter anderem ein Verfahren wegen Verdachts der versuchten vorsätzlichen Tötung und der schweren Körperverletzung eingeleitet. Das Motiv der Tat ist noch nicht geklärt und Gegenstand der Ermittlungen.

Opfer noch im Spital

Das 44-jährige Opfer erlitt schwere Verletzungen und ist nach wie vor im Spital. Das zweite Opfer wurde mittelschwer verletzt und wird voraussichtlich heute das Spital verlassen können.

Die Polizei sucht Zeugen. (ldu)