Die Hinrichtung war ursprünglich für den Nachmittag angesetzt, wurde aber verzögert, weil sich der Oberste Gerichtshof mit weiteren Einwänden befasste, diese aber letztlich abwies. Valle war für den Mord an einem Polizisten im Jahr 1978 verurteilt worden.

Es gebe "absolut keinen Zweifel an seiner Schuld", erklärte die Justizsprecherin mit Blick auf einen Augenzeugen, bei dem es sich ebenfalls um einen Polizisten gehandelt habe. Die Angehörigen des getöteten Polizeibeamten Louis Pena zeigten sich nach der Hinrichtung Valles "zutiefst erleichtert". Nach 33 Jahren sei "Louis und seiner Familie endlich Gerechtigkeit widerfahren".

Valle hatte familiäre Beziehungen nach Spanien. Das Land hatte die USA in letzter Minute vergeblich gebeten, die Hinrichtung aus humanitären Gründen zu stoppen. Valle stehe möglicherweise die spanische Staatsbürgerschaft zu, hiess es. Die USA und Kuba unterhalten keine vollen diplomatischen Beziehungen.

Neue Mischung verschiedener Drogen

Valle ist der 37. Gefangene, der seit Jahresbeginn in den USA hingerichtet wurde. Erst vergangene Woche war ungeachtet weltweiten Protests der ebenfalls wegen Mordes an einem Polizisten verurteilte Afroamerikaner Troy Davis hingerichtet worden. Nach Angaben von Augenzeugen beteuerte Davis noch kurz vor seinem Tod seine Unschuld.

Valle war zudem der erste Todeskandidat in Florida, der mit einer Giftspritze hingerichtet wurde, bei der eine neue Mischung aus verschiedenen Drogen verwendet wurde.