Bezirksgefängnis Zofingen

Mann begeht Suizid in Aargauer Gefängnis – Staatsanwaltschaft untersucht Umstände

Am Wochenende brachte sich ein Gefangener in seiner Zelle des Bezirksgefängnisses Zofingen um. (Archivfoto)

Am Wochenende brachte sich ein Gefangener in seiner Zelle des Bezirksgefängnisses Zofingen um. (Archivfoto)

Ein Gefangener, der von der Staatsanwaltschaft Zofingen vorläufig festgenommen wurde, beging am Wochenende in seiner Zelle Suizid. Die genaue Todesursache wird durch die Rechtsmedizin abgeklärt.

Ein Schweizer Staatsbürger, der sich seit dem 19. Dezember im Bezirksgefängnis Zofingen in vorläufiger Festnahme befand, beging in der Nacht vom 21. auf den 22. Dezember Suizid. Das teilt das kantonale Amt für Justizvollzug mit. Gestern Montag hätte die Verhandlung vor Zwangsmassnahmengericht stattgefunden.

Dort wäre entschieden worden, ob er in Untersuchungshaft versetzt oder freigelassen worden wäre. Er wurde von der Staatsanwaltschaft Zofingen wegen des Vorwurfs von pädophilen Handlungen vorläufig festgenommen.

Anlässlich der Verteilung des Frühstücks am Sonntag wurde der Suizid von Vollzugsangestellten bemerkt. Die unverzüglich aufgebotene Ambulanz sowie der kriminaltechnische Dienst der Kantonspolizei Aargau konnten nur noch den Tod des Mannes feststellen.

Gemäss ersten Abklärungen gab es im Vorfeld keine Hinweise auf einen drohenden Suizid. Der Verstorbene hatte mehrmals Kontakt mit dem Gefängnispersonal und keine Suizidabsichten geäussert oder angedeutet. Es bestanden auch keine Anhaltspunkte für psychische Störungen oder Krankheiten. Praxisgemäss wurde durch die Staatsanwaltschaft ein Untersuchungsverfahren eröffnet. (az)

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