Lehrer weder vorbestraft noch auffällig

Der des sexuellen Missbrauchs verdächtigte Lehrer aus Wohlen ist nicht einschlägig vorbestraft. Seine Taten liegen ausserdem Jahre zurück, sind aber dennoch nicht verjährt.

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Kindesmissbrauch

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Keystone

Der des sexuellen Missbrauchs verdächtigte Lehrer sei weder einschlägig vorbestraft noch an seinen bisherigen Arbeitsstellen negativ aufgefallen, erklärte der Murianer Bezirksamtmann Urs Hoppler auf Anfrage dieser Zeitung. In Merenschwand war der heute 53-jährige Pädagoge bis 1997 tätig. Mit dem damaligen Merenschwander Schüler traf er sich offenbar aber auch noch im darauffolgenden Jahr regelmässig, als er bereits in Zürich wohnte und arbeitete. Bevor der Lehrer am 1.Januar 2007 in Wohlen fest angestellt wurde, nahm er im Aargau verschiedentlich Stellvertretungen wahr, unter anderem in Sins, Windisch und Künten.

Obwohl die bekannt gewordenen Taten aus seiner Zeit an der Schule Merenschwand weit zurückliegen, sind sie noch nicht verjährt. Seit dem 1. Oktober 2002 gilt für sexuelle Handlungen mit Kindern, für die eine Strafe von bis zu 5 Jahren Gefängnis droht, eine Verjährungsfrist von 15 Jahren. Früher war die Verjährungsfrist mit 7,5 Jahren wesentlich kürzer. Im Gesetz ist weiter festgelegt, dass solche Vergehen mindestens so lange strafrechtlich verfolgt werden können, bis das Opfer sein 25. Lebensjahr erreicht hat. Sexuelle Straftaten mit Kindern vor deren Pubertät verjähren gar nicht mehr.

Das wurde am 30. November 2008 mit der Zustimmung zu einer entsprechenden Volksinitiative entschieden. (to)

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