Schüsse

Lausanner Schütze ist weiter auf der Flucht

Ein Polizeiauto am Tatort

Ein Polizeiauto am Tatort

Die Waadtländer Polizei sucht weiter nach einem Mann, der am Samstagnachmittag in Lausanne zwei Frauen angeschossen hat. Die Hintergründe der Tat sind unklar. Gesucht wird nach dem mutmasslichen Fluchtauto, einem dunkelblauen BMW mit Walliser Kennzeichen.

Gemäss Zeugenaussagen sei der Mann mit dem BMW geflohen, sagte Eric Flaction, Sprecher der Kantonspolizei Waadt, auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Unklar ist aber, ob das Auto dem Schützen gehört oder jemandem anderen. Die Polizei sucht weitere Zeugen. Die Opfer konnten noch nicht vernommen werden.

Nicht ausgeschlossen ist laut Flaction, dass die Tat im Zusammenhang mit einem Justizurteil steht. Der Vorfall spielte sich bei einem Gerichtsgebäude ab. Der Unbekannte stand vor der Westfassade des Gerichts bei der Avenue Jules-Gonin und schoss mit einer Faustfeuerwaffe mit Kaliber 9 in Richtung Kreuzung.

Wut auf Polizei

Weiter geht die Polizei auch der Hypothese nach, wonach der Mann absichtlich auf die eine oder andere Frau geschossen hat. Es werde nicht ausgeschlossen, dass der Mann eine Wut auf die Polizei gehabt habe. Denn: Zuerst traf er eine rund 50-jährige Politesse, die zu Fuss unterwegs war. Sie wurde am Bein verletzt.

Anschliessend traf ein Projektil eine Autofahrerin, die über die Kreuzung fuhr. Sie wurde ebenfalls am Bein verletzt. Am Sonntag befanden sich die Frauen noch in Spitalpflege, sie waren aber nie in Lebensgefahr. "Wir ermitteln in alle Richtungen - alles ist offen", sagte Flaction.

Die Strasse musste nach den Schüssen kurzzeitig gesperrt werden. Die Polizei stellte umgehend ein grosses Dispositiv auf und durchkämmte - auch mit Spürhunden - die Umgebung. Mehrere Patronenhülsen wurden gefunden. Zudem führte die Polizei im ganzen Kanton Kontrollen durch.

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