Der Zwischenfall ereignete sich gegen 19.30 Uhr beim Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) an der Döbelistrasse. Eine Gruppe von 42 Personen - mehrheitlich aus dem Maghreb stammend - sollte in ihre Nachtunterkunft in einer Zivilschutzanlage gebracht werden. Beim Einsteigen in einen Bus entstanden Streitigkeiten unter den Asylbewerbenden. Im Innenhof des Empfangszentrums fügten sich fünf Männer aus Tunesien im Alter zwischen 18 und 23 Jahren mit Rasierklingen selbst Schnittwunden leichten Schweregrades zu, die aber durch den Rettungsdienst und Spitalpflege versorgt werden konnten.

Die sofort ausgerückten Einsatzkräfte der Kantonspolizei Thurgau brachten die Lage rasch unter Kontrolle. Sie wurden dabei vom Grenzwachtkorps unterstützt. Die renitenten Anstifter des Streits - sieben Tunesier, ein Algerier und ein Marokkaner - wurden in Polizeigewahrsam genommen.