Tödliche Polizeikontrolle

Komplize des erschossenen Moldawiers wird ausgeschafft

Eine Zelle der Abteilung Ausschaffungshaft im Flughafen Zürich (Symbolbild)

Eine Zelle der Abteilung Ausschaffungshaft im Flughafen Zürich (Symbolbild)

Der Komplize des Moldawiers, der am 12. September bei einer Polizeikontrolle erschossen wurde, befindet sich in Ausschaffungshaft. Der 25-Jährige, der ebenfalls aus Moldawien stammt, hat die Beteiligung an vier Einbrüchen und zwei Autodiebstählen in Uri gestanden.

Die Urner Staatsanwaltschaft bestätigte am Freitag gegenüber der Nachrichtenagentur sda einen Bericht der "Neuen Luzerner Zeitung". Am Dienstag ist der Moldawier dem Urner Amt für Migration übergeben worden. Er befindet sich nun in Ausschaffungshaft und soll in den nächsten Tagen nach Moldawien ausgeschafft werden.

Nach den Einbrüchen im urnerischen Schattdorf hatte die Schwyzer Polizei am frühen Morgen des 12. September in Rickenbach ein verdächtiges Fahrzeug mit zwei Männern kontrolliert. Dabei wurde der 24-jährige Moldawier erschossen.

Keine Informationen über Todesschuss

Die Hintergründe des Todesschusses sind bis heute nicht bekannt. Sowohl bei der Polizei wie bei der Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz hüllt man sich in Schweigen. Man wolle einer eventuellen gerichtlichen Beurteilung nicht vorgreifen, liess die Staatsanwaltschaft verlauten.

Der Komplize des Toten konnte flüchten. Eine gross angelegte Suche mit rund hundert Polizisten, mehreren Polizeihunden und einem Helikopter blieb erfolglos. Erst am Abend des kommenden Tages konnte der flüchtige Mann nass und verschmutzt unterhalb der Ibergeregg aufgegriffen werden. Er wurde der Urner Polizei übergeben, die ihn in Untersuchungshaft nahm.

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