Für wen das Kokain bestimmt war, bleibt unklar. Weitere Ermittlungen seien im Gang, teilte die Berner Polizei am Freitag mit.

70 Kilogramm Kokain mit einem hohen Reinheitsgehalt waren diese Woche in einem Früchtelager in Utzenstorf BE entdeckt worden. Am Donnerstag wurden - ebenfalls in Bananenkisten - weitere 20 Kilo Kokain in Graubünden, 10 Kilo in Thurgau und 10 Kilo im deutschen Bundesland Sachsen-Anhalt entdeckt.

Von Kolumbien nach Belgien

Nach Erkenntnissen der Berner Polizei waren die Bananen per Schiff von Kolumbien aus nach Antwerpen in Belgien transportiert worden. Mit Verspätung traf die Ware am Zielhafen ein. Beim raschen Umladen müssen die Bananenkisten, in denen das Kokain versteckt war, mit "harmlosen" Schachteln vertauscht worden sein.

Auf dem Landweg wurden die Bananen dann von Antwerpen in ein Reifelager nach Utzenstorf transportiert. Dort entdeckte ein Angestellter der Firma Steffen-Ris die Drogenpäckchen, als er routinemässig den Reifegrad der in zwei Schichten gelagerten Bananen überprüfte.

In Deutschland kümmert sich das Landeskriminalamt (LKA) in Sachsen-Anhalt um die Ermittlungen. Die Behörde überprüfte nach dem Fund in ihrem Bundesland die gesamte Lieferung, die zum Verkauf in mehreren deutschen Bundesländern vorgesehen war. Weiteres Rauschgift wurde nicht gefunden.