Es war im Juli 2005, als der damals 19-jährige Beschuldigte aus dem Bezirk Uster zusammen mit anderen Studenten der Zürich Business School einen Englisch-Sprachkurs in Südengland besuchte. Am späten Abend des 11. Juli feierten die KV-Schüler in einem Park in Bournemouth ein Fest.

Der Angeschuldigte führte dabei ein Fläschchen mit der Partydroge GBL mit sich und bot die Tropfen mehreren Kollegen an. Er erklärte ihnen, dass der Stoff mit einem Joint vergleichbar sei und heiter mache. Allerdings dürfe man nicht zu viel davon konsumieren.

Fest steht, dass der Beschuldigte die KO-Tropfen mit Fanta mischte und seinen Kollegen abgab, darunter auch einem KV-Lehrling aus dem Bezirk Hinwil. Dieser war über die Wirkung der Drogen enttäuscht und nahm als einzige Person nach 15 Minuten eine zweite GBL-Portion. Er brach kurz darauf zusammen und verstarb wenige Stunden später in einem Spital; laut Anklage an einer erheblichen Überdosis. Das Obergericht folgte dem Antrag des Verteidigers. Zentral für den Freispruch war, dass die Oberrichter die Voraussehbarkeit der tödlichen Folgen verneinten. (sda)