Gefängnis-Ausbrecher

Jurassische Behörden leiten Untersuchung nach Ausbruch ein

Nach dem Ausbruch bleiben Fragen offen (Symbolbild)

Nach dem Ausbruch bleiben Fragen offen (Symbolbild)

Die am Sonntag in Pruntrut ausgebrochenen drei Untersuchungshäftlinge hatten den einzigen anwesenden Wärter überwältigt, wie die Staatsanwaltschaft nach Medienberichten sagte. Vom Trio fehlte am Montag trotz Suche mit Hunden und Helikopter weiterhin jede Spur.

Eine Administrativuntersuchung soll nun klären, warum nur ein Wärter die Gefangenen beaufsichtigte und nicht reglementsgemäss zwei. Zwei der ausgebrochenen Räuber und Einbrecher hatten den Wärter überwältigt und in eine Zelle gesperrt, bevor sie den dritten Häftling befreiten und in Zivilkleidern das Weite suchten.

Der jurassische Justizminister Charles Juillard will erst nach Abschluss der Untersuchung allfällige Massnahmen - etwa in Bezug auf den Personalbestand - ergreifen, wie er gegenüber dem Westschweizer Radio RSR sagte.

Der von den Ausbrechern überwältigte Wärter sei nur leicht verletzt worden, stehe aber immer noch unter Schock. Der Mann habe erst kürzlich seine Ausbildung beendet. Die Untersuchung solle deshalb auch abklären, ob die Ausbildung möglicherweise mangelhaft war.

Juillard erinnerte daran, dass der letzte Gefängnisausbruch in Pruntrut auf das Jahr 2003 zurückgeht. Das Gefängnis sei demzufolge "kein Lochsieb".

Die Ausgebrochenen sassen in Untersuchungshaft. Gegen einen wird wegen Raubes ermittelt, gegen die zwei anderen wegen Einbruchs. Der eine habe bereits ein beträchtliches Strafregister, sagte Juillard gegenüber dem Radio.

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