Kriminalität

IV-Rentner aus dem Kanton Jura handelt mit Potenzpillen aus Asien

Seine Kundschaft suchte der IV-Rentner mit Kleininseraten (Symbolbild)

Seine Kundschaft suchte der IV-Rentner mit Kleininseraten (Symbolbild)

Ein IV-Rentner aus dem Kanton Jura hat in der Schweiz über Jahre mit illegal aus dem asiatischen Raum eingeführten Potenzmitteln gehandelt. Jetzt hat ihn die Zollfahndung Basel erwischt, was für den 58-Jährigen teuer werden dürfte.

Seinen Handel betrieb der Jurassier zwischen 2005 und 2010, wie die Zollkreisdirektion Basel am Mittwoch mitteilte. In diesem Zeitraum liess er sich durch Drittpersonen in Asien Tabletten, die angeblich die Potenz steigern, im Wert von rund 40'000 Franken in die Schweiz schicken und verkaufte diese für über 125'000 Franken weiter, wie es bei der Zollkreisdirektion auf Nachfrage der sda hiess.

Inspirierende Reisen

Auf die Idee mit dem Pillenhandel kam der IV-Rentner gemäss der Mitteilung auf seinen zahlreichen Reisen nach Thailand und Indien. Dort wurde er auf einen Parallelmarkt für potenzfördernde Mittel aufmerksam. Seine Kundschaft in der Schweiz suchte er mit Kleininseraten und im Internet.

Auf den Mann aufmerksam wurde die Zollfahndung, als bei einer Kontrolle im Postverkehr diverse Couverts mit zahlreichen blauen Tabletten festgestellt wurden. Die in Thailand aufgegebenen und an den Jurassier adressierten Briefumschläge enthielten zu den Pillen weder Beipackzettel noch Angaben über die Zusammensetzung.

Dem IV-Rentner droht nun laut der Zollkreisdirektion eine empfindliche Busse. Gegenüber der Zollverwaltung muss er sich wegen Verstosses gegen das Mehrwertsteuergesetz verantworten. Zudem muss er die Mehrwertsteuer von rund 9500 Franken nachzahlen. Ausserdem hat Swissmedic gegen ihn ein Verfahren wegen Widerhandlung gegen das Heilmittelgesetz eingeleitet.

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