Bei den Ermittlungen wurden ein Kilogramm Kokain, rund 80'000 Franken und Waffen sichergestellt. Die festgenommenen Männer sind laut Communiqué der St. Galler Behörden mutmasslich für den Handel von mehreren Kilogramm Kokain verantwortlich. Die Drogen wurden aus Holland via Deutschland ins Vorarlberg und in die Schweiz gebracht.

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit konnten Ende 2010 zwei Drogenkuriere aus den Niederlanden, sowie ein 41-jähriger Kosovare aus dem St. Galler Rheintal und der "Boss" für Vorarlberg, ein 36-jähriger Österreicher, festgenommen werden. In einem Fahrzeug wurden in einem raffinierten Versteck Drogen gefunden.

Im Verlauf dieses Jahrs wurden im St. Galler Rheintal weitere Dealer in Untersuchungshaft gesetzt: ein 30-jähriger Bosnier, ein 27-jähriger Grieche, ein 34-jähriger Schweizer und ein 29-jähriger Italiener. Bei ihnen handelt es sich laut der St. Galler Staatsanwaltschaft um Drogenhändler der "mittleren Stufe".

Bei ihnen stellten die Ermittler illegale Waffen und kleinere Mengen Kokain sicher; die Drogen verkauften sie an Unterhändler.

Zum Teil bereits verurteilt

Der 41-jährige Kosovare muss mit laut Staatsanwaltschaft mit einer mehrjährigen Freiheitsstrafe rechnen. Der Bosnier, der auch illegalen Sportwetten durchgeführt hatte, wurde bereits zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt, wie es heisst.

Zu einer letzten Festnahme kam es letzte Woche in Holland. In Rotterdam wurde ein Kokainlieferant geschnappt. Ob er in der Schweiz oder in Holland angeklagt wird, ist noch unklar; entsprechende Abklärung sind am Laufen, wie die Behörden mitteilen.

In Österreich wurden in der koordinierten Aktion insgesamt 13 Drogenhändler verhaftet. Drei von ihnen sind bereits zu mehrjährigen Freiheitsstrafen verurteilt worden, wie es heisst.