Wegen Computerkriminalität wird ein 27-jähriger mutmasslicher Hacker in der Schweiz gesucht. Nun konnte die Polizei in Thailand mit Schweizer Ermittlungshilfen den Marokkaner festnehmen, wie die Zeitung "Bangkok Post" am Dienstag berichtete.

«Er wird nun an die Schweiz ausgeliefert», sagte ein Polizeisprecher der Zeitung. Nach Angaben aus Bangkok hat der Mann einen russischen Pass. Er werde in der Schweiz wegen Computerkriminalität gesucht.

Das Auslieferungsersuchen des Bundesamtes für Justiz (BJ) vom 17. September 2013 stütze sich auf einen "Haftbefehl der Bundesanwaltschaft wegen betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage", erklärte der Informationschef des Bundesamtes für Justiz, Folco Galli, am Dienstag auf Anfrage.

Der russisch-marokkanische Hacker sei am 11. März in Thailand festgenommen worden, hiess es. Weitere Angaben wurden seitens des BJ nicht gemacht.

Die Bundesanwaltschaft erklärte, dass gegen mehrere Personen eine Untersuchung wegen sogenannter "Phishing"-Attacken und des Klaus von Kreditkarteninformationen eingeleitet worden sei.

Es gehe in dem Fall um "beträchtliche Summen", hiess es in Bern. Gemäss Angaben der "Bangkok Post" soll der verhaftete Hacker unter anderem den Computerwurm "Zotob" verbreitet haben, der 2005 vor allem in den USA die Rechner zahlreicher Firmen zeitweise lahmlegte. "Zotob" grifft über eine Sicherheitslücke Windows-Rechner an.