Die Tat ereignete sich in einem Mehrfamilienhaus. Eine Waffe war nicht im Spiel, wie Staatsanwältin Bettina Groth auf Anfrage sagte. Beim Auffinden der Leiche hätten die Polizisten aber Anhaltspunkte für ein Tötungsdelikt vorgefunden. Die Staatsanwaltschaft ordnete deshalb eine Sektion an. Über die Art der Anhaltspunkte äusserte sich Groth nicht.

Ein 37-jähriger Bekannter der Frau meldete sich am Samstagabend bei der Stadtpolizei Zürich. Groth sagte nichts Genaueres darüber, in welcher Beziehung er zur getöteten Schweizerin stand. Laut Mitteilung der Staatsanwaltschaft IV für Gewaltdelikte erkundigte sich der Schweizer nach dem Befinden der Frau.

Er gab an, sie hätten in der Wohnung gestritten und dabei sei er gewalttätig geworden. Der Mann habe sich zu Hintergrund und Hergang der Tat geäussert, sagte Groth. Seine Version werde jetzt überprüft. Untersuchungshaft ist beantragt. Voraussichtlich am Dienstag werde der Haftrichter darüber entscheiden.

Aufgefunden wurde die Tote, weil sich ihr Arbeitgeber Sorgen gemacht hatte, als die Frau nicht zur Arbeit erschien. Er wandte sich deshalb an den Hauswart, der in der Wohnung nachschaute.