Den Spendern seien bei dem Geschäftsmodell zwischen 5000 und 7000 Euro für eine Niere gezahlt worden. Die Empfänger mussten für das neue Organ dann 50'000 bis 100'000 Euro zahlen.

Die notwendigen Operationen wurden den Ermittlungen zufolge in einem Spital im Nachbarland Türkei vorgenommen. Dort wurden gefälschte Papiere vorgelegt, denen zufolge Spender und Empfänger der Niere verwandt seien. Seit Februar dieses Jahres erhielten so fünf Menschen neue Nieren.

In den Unterlagen der Festgenommenen fanden sich zudem die Namen von zwei weiteren wartenden Empfängern und drei zur Organspende bereiten Gebern. Bei den Spendern handelte es sich meist um Arbeitslose aus armen Regionen des Landes, die hohe Schulden hatten.