Eine 47-jährige Frau soll während Jahren sexuelle Handlungen mit ihrem Sohn praktiziert haben. Anfang 2015 fliegt ihr Treiben auf. Am Dienstag stand sie in St. Gallen vor dem Kreisgericht.

Die Anklageschrift, die von "Blick" und "20Minuten" zitiert wird, gibt detailliert Einblick in die Welt der Inzest-Mutter.  "Ich versagte mein Leben lang im Kampf mit meiner Sexualität und meiner inneren Hure", hält der "Blick" fest.

So soll sich die Mutter vor den Augen ihres Kindes im Primarschulalter selbst befriedigt haben, auch verlangte sie von ihm, es ihr mit dem Vibrator zu tun. Zudem versuchte sie mehrmals, ihr Kind oral zu befriedigen. Ihre Spiele hielt die 47-Jährige mit der Kamera fest und verschickte sie einem Mann.

Überhaupt ging die Mutter sehr offensiv mit ihren Fantasien um, die sie zum Teil in die Tat umsetzte. Sie hielt solche in E-mails fest, die sie zum Teil auch verschickte.

Die Mutter weiss, dass ihr Handeln nicht rechtens ist. Der "Blick" zitiert aus der Anklageschrift: «Ich dachte, dass das nichts für Kinderaugen sei. Dann muss es ihn aber wiederum auf eine liberalere Weise erziehen, als was ich bei meinen Eltern je erlebt habe.»

Und weiter: «Ich will ein Kind von meinem Sohn. Ich bin unsittlich/unmoralisch, deshalb wurde ich in eine sittliche/moralische Familie geboren. Ich habe für mich und meinen Sohn eine perfekte Situation eingerichtet."

Die Staatsanwaltschaft forderte 22 Monate Haft für die Mutter. Der heute 13-jährige Sohn soll eine Genugtuungssumme von 10'000 Franken erhalten.

Das Kreisgericht St. Gallen hat am Dienstag eine 47-jährige Deutsche nun wegen jahrelangem Missbrauch an ihrem Sohn zu einer Freiheitsstrafe von 22 Monaten verurteilt. Die Haftstrafe wird zugunsten einer Psychotherapie aufgeschoben.

Die Beschuldigte war der mehrfachen sexuellen Handlungen mit einem Kind sowie der Herstellung und Verbreitung verbotener Pornografie angeklagt. Das Kreisgericht St. Gallen stimmte im abgekürzten Verfahren der Einigung zwischen der Staatsanwaltschaft, der Verteidigung und der Anwältin des Sohnes zu, wie das St. Galler Tagblatt berichtet. (jk/sda)