Unfall

Horror-Crash in Würenlos: Unfallverursacherin hat nur abgelaufenen Lernfahrausweis

Kollision beim Würenloser «Fressbalken». Bild: Toni Widmer

Unfall bei Würenloser Raststätte

Kollision beim Würenloser «Fressbalken». Bild: Toni Widmer

Die mutmassliche Unfallverursacherin ist inzwischen ausser Lebensgefahr. Beim schweren Unfall vom Donnerstagabend beim Würenloser «Fressbalken» wurden insgesamt sieben Menschen verletzt, darunter auch zwei Kinder im Alter von 3 und 4 Jahren. Die 25-jährige Unfallverursacherin war mit einem abgelaufenen Lernfahrausweis unterwegs.

Ausgelöst hat den Unfall eine 25-jährige Lenkerin eines Peugeot. Wie die Kantonspolizei bei der Tatbestandaufnahme feststellte, besitzt die junge Lenkerin keinen gültigen Fahrausweis. Sie hat lediglich einen Lernfahrausweis, dieser ist aber nicht mehr gültig, da abgelaufen. Noch konnte die mutmassliche Unfallverursacherin nicht befragt werden, das sie beim Crash schwer verletzt wurde.

Lenkerin wollte noch kurz zum «Fressbalken»

Wie es zum Horrorcrash kam, ist mittlerweile klar. Die Peugeot-Fahrerin fuhr gestern um 20.15 Uhr auf der mittleren Fahrspur in Richtung Bern und wollte im letzten Moment auf die Raststätte abbiegen. Dabei kam sie einem auf der rechten Spur fahrenden VW Golf in die Quere.

Es kam zu einer Streifkollision, in deren Verlauf der Peugeot mit einer solchen Wucht auf den Verkehrsteiler bei der Raststätten-Einfahrt prallte, dass der Motor aus der Karrosserie gerissen und auf die Autobahn geschleudert wurde.

Hinter den beiden direkt involvierten Fahrzeugen kollidierten in der Folge noch drei weitere Autos leicht. Die am Unfall beteiligten Fahrzeuge waren mit insgesamt elf Personen besetzt, davon waren drei Kinder. Zwei dieser Kinder wurden leicht verletzt, ebenso drei erwachsene Personen. Zwei weitere Unfallbeteiligte erlitten schwere Verletzungen, eine Frau schwebt gar in Lebensgefahr.

Autobahn war für Stunden gesperrt

Als die Rettungskräfte auf der Unfallstelle eintrafen, waren die beiden Insassen des Peugeot eingeklemmt und teilweise nicht ansprechbar. Die Strassenrettung der Feuerwehr musste sie aus dem Autowrack befreien.

Die Autobahn musste für rund drei Stunden in Fahrtrichtung Bern total gesperrt werden. Die Spuren waren mit Trümmerteilen übersäht. Über den Rastplatz wurde eine örtliche Umleitung eingerichtet. Dennoch kam es vom Limmattal her zu einem Stau von mehreren Kilometern Länge. Nachdem die Fahrbahnen mit einer Wischmaschine gereinigt worden waren, konnte die Kantonspolizei die Autobahn kurz nach 23 Uhr wieder freigeben. (to)

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