Heftige Niederschläge hatten dazu geführt, dass sich am Sonntagabend in Pollegio bis zu 800 Kubikmeter Fels und Stein gelöst haben und Richtung Tal donnerten, wie «tio.ch» berichtet.

Die Felsmasse kam in der Nähe eines Wohgebietes zum Stillstand. Gesteinssplitter beschädigten Fassaden, Fenster und Dächer von mehreren Häusern. Auch der Kindergarten wurde in Mitleidenschaft gezogen. Rund 20 Personen konnten die Nacht nicht in ihren Häusern verbringen.

Laut Gemeindepräsident John Mercoli war es ein «aussergewöhnlicher Erdrutsch» gewesen. Am Montag inspizierte Kantonsgeologe Giorgio Valenti die Abbruchstelle. Mit einem Erdrutsch am steilen Hang war bereits seit längerem gerechnet worden, so der Geologe. Das Gebiet war deshalb auch überwacht worden. Weitere Geröllabgänge seien möglich.