Gas-Explosionsgefahr
Häuser in Basel evakuiert wegen Lebensmüdem mit offenem Gashahn

Ein lebensmüder Mann, der seinen Küchen-Gashahn geöffnet hatte, hat am Donnerstag die Evakuation mehrerer Mehrfamilienhäuser in Basel ausgelöst. Mit Glück kam es zu keiner Explosion. Die Polizei nahm den betrunkenen Mann fest, der sich eingeschlossen hatte.

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Explosionsgefahr an der Hegenheimerstrasse in Basel. (Symbolbild)

Explosionsgefahr an der Hegenheimerstrasse in Basel. (Symbolbild)

Keystone

Nachbarn schlugen kurz vor Mittag wegen starken Gasgeruchs Alarm. Offenbar war der Gashahn schon längere Zeit offen gewesen und Gas ausgeströmt. Betroffen waren ältere Gebäude im grenznahen letzten Abschnitt der Hegenheimerstrasse, unweit der Grenze zu Frankreich und Allschwil.

Polizei und Feuerwehr forderten umgehend per Lautsprecher die Bewohner der gefährdeten Häuser zum Herauskommen auf, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Schon ein elektrischer Funken etwa einer Türklingel oder eines alten Telefons hätte das Gas entzünden können, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft auf Anfrage.

Nachdem die Feuerwehr die Hauptgasleitung geschlossen hatte, drang die Polizei zum "erheblich alkoholisierten" Mann vor. Aufgrund seines Zustands wurde er ins Spital gebracht. Der Sprecher lobt das Vorgehen der Einsatzkräfte vor Ort als sehr umsichtig.

Den geöffneten Gashahn und die Ankündigung des Mannes, sich das Leben nehmen zu wollen, wertet die Staatsanwaltschaft angesichts der erheblichen Gefahr für Dritte als Drohung. Ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Lebens wurde eingeleitet.

Jener Abschnitt der Hegenheimerstrasse blieb über Mittag für rund eine Stunde gesperrt. Nun werden Zeugen gesucht.