Die Schilderung der Fahrerflucht ist filmreif: Die St. Galler Stadtpolizei erhielt die Meldung, dass ein Autofahrer auf der Strecke von Rehetobel nach St. Gallen beide Fahrspuren benutze. Laut Polizeimeldung ging man davon aus, dass der Lenker übermüdet oder betrunken war.

Trotz eingeschalteter Warnleuchte kam der Fahrer eines Geländewagens der Forderung der Polizei anzuhalten nicht nach. Er beschleunigte die Fahrt sogar noch und überfuhr verschiedene Lichtsignale bei Rot.

Danach befuhr er als Geisterfahrer die Autobahn in Richtung Rorschach. Höhe Meggenhus wendete er seinen Wagen und fuhr auf der richtigen Spur zurück. Bei der Ausfahrt Kreuzbleiche verliess er die Autobahn und setzte seine Fahrt auf der Zürcher Strasse westwärts fort.

Gemeinsam mit Kollegen der Kantonspolizei gelang es der Stadtpolizei schliesslich, das Auto zu stoppen. Doch damit nicht genug: Um weiter zu können, rammte der Betrunkene wiederholt die Polizeiautos. Kurz darauf war die halsbrecherische Fahrt zu Ende. Der aus Deutschland stammende Lenker konnte angehalten und festgenommen werden.

Die Polizei stellte fest, dass dem Mann im März 2010 der Führerausweis entzogen worden, und dass er mit 2,89 Promille gefahren war.