Hausdurchsuchung

Häuser in Solothurn und Basel wegen Anschlags-Drohung durchsucht– Polizei nahm 24-Jährigen fest

Die Sondereinheit Falk führt am Dienstag eine Razzia in Solothurn durch. (Archiv)

Die Sondereinheit Falk führt am Dienstag eine Razzia in Solothurn durch. (Archiv)

Weil er einen Anschlag mit Sprengstoff und Gas angedroht hatte, ist ein 24-Jähriger in Basel festgenommen worden. In seinem Umfeld in beiden Basel sowie in Solothurn gab es Hausdurchsuchungen. Seine Aussagen erwiesen sich jedoch als erfunden.

Jetzt ist klar, weshalb am Dienstag in Solothurn und zeitgleich in beiden Basel insgesamt drei Hausdurchsuchungen stattgefunden haben. 

Ein Schweizer mit Migrationshintergrund hatte Dritten gegenüber mit einem Anschlag mit Sprengstoff und Gas gedroht. Die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt spricht in einer Mitteilung von einem «ernst zu nehmenden Hinweis» auf seine Drohung. Laut der Staatsanwaltschaft war kein Ort für die Tat bestimmt. 

In Basel konnte der 24-Jährige am Dienstag festgenommen werden. Die Festnahme erfolgte durch die Kantonspolizei Basel-Stadt in Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei Basel-Landschaft. Gegen den Mann wurde ein Verfahren wegen «Verdachts der Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer Absicht» eröffnet.

Gleichzeitig rückten Sondereinheiten der Kantonspolizeien Basel-Stadt, Basel-Landschaft und Solothurn aus, um im Auftrag der Staatsanwaltschaft bei weiteren Personen im Umfeld Hausdurchsuchungen durchzuführen. In Solothurn stürmte die Sondereinheit Falk gegen 15.30 Uhr ein Haus an der Zuchwilerstrasse und brach dabei auch die Tür zum Tattoostudio im Erdgeschoss auf. In diesem Haus fand die Polizei offensichtlich nichts.

Inzwischen hat sich laut Staatsanwaltschaft herausgestellt, dass der festgenommene Mann die Informationen, wegen der ein Anschlag zu befürchten war, erfunden hatte. «Weil wir keinen Haftgrund haben, kommt er am Donnerstag wieder auf freien Fuss», so Kriminalkommissär Peter Gill. «Im Moment sehen wir keinen islamistischen Hintergrund der Tat.» Der Festgenommene sei kein Solothurner. «Er kommt aus der Nordwestschweiz», so Gill. Nähere Angaben will die Staatsanwaltschaft nicht machen.

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Das Strafverfahren gegen den 24-Jährigen läuft weiter. Weil es sich bei diesem Fall um Bundesdelikte handelt, haben die Basler Behörden die Bundesanwaltschaft ersucht, den Fall zu übernehmen.

«Die Staatsanwaltschaft nimmt jede Drohung ernst», betont Gill. Die Zusammenarbeit mit den Kantonspolizeien habe sehr gut funktioniert. Der Einsatz habe zeitnah geplant werden können. «Sobald wir Konkretes gehabt haben, konnten wir reagieren». (ldu)

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