Burgdorf
«Haben das richtige Billett gelöst»

Umgebauter Bahnhof Burgdorf knapp zwei Jahre nach dem Spatenstich offiziell eingeweiht Ab in den Zug nach Burgdorf. Der Bahnhof ist modernisiert, das Umsteigen geht schnell, und Verspätungen soll es künftig weniger geben. Gestern wurde der umgebaute Bahnhof Burgdorf feierlich eingeweiht.

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Solothurner Zeitung

Kathrin Schwab

Der modernisierte Bahnhof Burgdorf ist eingeweiht. Ein grosser Tag für die Emmestadt. Stadtpräsidentin Elisabeth Zäch (SP) freute sich: «Ein moderner Bahnhof mit kundenfreundlichem Angebot stärkt unseren Standort und trägt zu unserer Attraktivität bei.» Dass der Bahnhof nutzerfreundlicher geworden ist, ist unbestritten. Fahrgäste haben weniger lang zum Umsteigen, weil die früher getrennten Bahnhofteile von SBB und BLS zusammengelegt wurden. Zudem wurden die Perrons erhöht und Doppelspuren gebaut, um Engpässe zu beseitigen.

Bahnhof Burgdorf: 15 600 Menschen täglich

«Das Ziel des Umbaus und der Modernisierung des Bahnhofs bestand darin, den Nutzen für unsere Fahrgäste zu erhöhen und damit den öV-Knoten Burgdorf zu stärken», sagte Bernard Guillelmon, CEO der BLS AG, anlässlich der Einweihung.

Der Burgdorfer Bahnhof wird rege genutzt: Rund 15 600 Menschen steigen pro Tag in Burgdorf ein oder aus. Die SBB haben 51 Millionen Franken in die Modernisierung investiert, der Kanton übernahm davon 11,7 Millionen und die BLS hat zusätzlich 13 Millionen investiert. Eine Menge Geld. Darum sei es auch für ihn speziell, diesen Bahnhof einweihen zu dürfen, sagte Philippe Gauderon, Leiter SBB Infrastruktur. Geld in dieser Grössenordnung aufzutreiben, werde zunehmend schwieriger.

«Deswegen dürften Einweihungen dieser Art künftig eher Seltenheitscharakter haben», so Gauderon.
Die Berner Regierungspräsidentin und Verkehrsdirektorin Barbara Egger-Jenzer (SP) lobte die Zusammenarbeit der verschiedenen Partner. So hätten SBB, BLS, der Kanton und die Stadt Burgdorf alle an einem Strang gezogen, um den Bahnhof zu modernisieren. Egger: «Burgdorf hat seine Chance genutzt, welche die Stadt mit der Zusammenlegung der Eisenbahn erhalten hat.»

Seit 2005 sei der öffentliche Verkehr in und um Burgdorf wesentlich verbessert worden, sagte Stadtpräsidentin Zäch. Der Viertelstundentakt nach Bern und die bessere Erschliessung der umliegenden Gemeinden hätten Burgdorf als Wohn- und Arbeitsort gestärkt. Weitere Verbesserungen sollen folgen. So hat der Burgdorfer Stadtrat 400 000 Franken gesprochen, um das Busangebot auszubauen. Auch der neue Radweg wurde eingeweiht (siehe Text links). Zäch ist überzeugt: «Wir haben das richtige Billett gelöst.»