Basel

Gundeli erhält sein grosses Hotel

Neubau im Gundeli: Der Basler Architekt Ariel Dunkel vor dem Hotel Ibis an der Güterstrasse/Margarethenstrasse.

Hotel_Gundeli

Neubau im Gundeli: Der Basler Architekt Ariel Dunkel vor dem Hotel Ibis an der Güterstrasse/Margarethenstrasse.

Mit der Eröffnung des Hotels Ibis nimmt die Entwicklung des Gundeli weitere Formen an.

Yen Duong

Den Besucherinnen und Besuchern der Baselworld und der Art Basel steht künftig ein zusätzliches Hotel zur Verfügung: Am 27. Mai öffnet das Hotel Ibis Basel Bahnhof an der Güterstrasse/Margarethenstrasse im Gundeli nach 14 Monaten Bauzeit seine Türen.

Das Hotel mit 112 Zimmern ist das erste grössere Hotel in diesem Quartier. Es ist aber gleichzeitig der erste Neubau im Baufeld A des Masterplans Bahnhof Süd. Die Basler Regierung hatte für das Gebiet im Jahr 2000 die Änderung der Bau- und Strassenlinien beschlossen. «Mit unserem Gebäude konnten wir dem Gundeli einen interessanten Impuls geben», sagt der Architekt des Gebäudes, Ariel Dunkel von Frick & Dunkel Architekten. Es sei ein Vorteil gewesen, das erste neue Gebäude in diesem Gebiet bauen zu dürfen, aber: «Da es das Erste ist, sind wir auch exponiert», sagt der Basler weiter.

Der Bau sei eine besondere Herausforderung gewesen, da das Gundeli am Anfang einer grösseren Entwicklungswelle stehe. So erstellen die SBB derzeit beim Bahnhofeingang Gundeli den etwa 80 Millionen teuren Südpark der Basler Stararchitekten Herzog & de Meuron. Dieser soll bis Mitte 2011 unter anderem für die Coop, Basler Kantonalbank und eine Altersresidenz bezugsbereit sein.

Als Eingang der Güterstrasse

«Unser Bau musste auf einen sich stark wandelnden Kontext eingehen, dennoch aber eine klare Haltung einnehmen», sagt der 38-Jährige. Entstanden ist ein sechsstöckiges Gebäude: Auf einem schwarzen Glassockel mit Lobby, Restaurant, und Büros stehen vier Geschosse mit Zimmern. Strassenseitig sind diese mit einer mehrschichtigen Glasfassade gegen Strassenlärm geschützt. Darüber befindet sich ein zurückversetztes Dachgeschoss mit weiteren Zimmern.

Das Farbkonzept für die Aussenhülle des Hotels betone die einzelnen Gebäudeteile und verbinde sie zugleich. «Durch die Farbgebung wird das Hotel auch in seine unmittelbare Umgebung eingebunden, besonders wenn sich diese in den nächsten Jahren stark verändern wird», sagt Dunkel weiter.
Das Gebäude definiere den Eingang zur Güterstrasse, respektive Gundeli. «Das Hotel nimmt Bezug auf die sich verändernde Güterstrasse und möchte Teil dieser spannenden Entwicklung sein.» Zudem orientiere sich das Hotel an einen Platz entlang der Margarethenstrasse, der das Bau- und Verkehrsdepartement einst neu gestalten will.

«Wir mussten uns an den Platz orientieren, obwohl wir nicht wussten, wie er aussieht. Das ist uns gelungen», findet Dunkel. Der Architekt ist überzeugt, mit einem Standardhotel dennoch einen städtebaulich und architektonisch nachvollziehbaren Beitrag zur Quartierentwicklung geleistet zu haben. «Wir sind gespannt auf die Gesamtentwicklung des Gundelis und hoffen, dass viel neue, nachhaltig gute Architektur ensteht.»

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