Mehrere Jugendliche waren am Dienstagnachmittag hintereinander vom Fünf-Meter-Brett in den See gesprungen. Nach dem 14-Jährigen sprang ein 19-Jähriger. Er traf den Jüngeren am Kopf. Schwer verletzt sank der Teenager. Ein Taucher des Seerettungsdienstes barg ihn aus einer Tiefe von sieben Metern, die Rega flog ihn ins Universitätsspital. Dort erlag der Jugendliche am gleichen Abend seinen Verletzungen.

Bereits am Mittwoch der vergangenen Woche war es zu einem folgenschweren Badeunfall gekommen. Ein 59-jähriger reglos im See treibender Mann wurde geborgen. Trotz den sofort eingeleiteten Rettungsmassnahmen starb er zwei Tage später im Spital.

Schatten über der Saison

Die Stadt Uster hat am Mittwoch in einer Mitteilung ihr Bedauern über die beiden Unfälle ausgedrückt. Nachdem es während mehr als 25 Jahren im Bad zu keinen derartigen Unglücksfällen gekommen sei, "werfen die Vorkommnisse der letzten Tage einen schweren Schatten über die Badesaison 2011", heisst es.

Die Rettungskräfte hätten zwar das rasche Handeln und das Verhalten der Strandbad-Mitarbeitenden gelobt. Die beiden Unfälle seien aber "ein grosser Schock". An beiden Tagen sei die Maximalzahl an Bademeistern im Einsatz gewesen. Sie hätten die Badenden von den "seit Jahren bewährten Standorten" überwacht und sich auch an den vorgeschriebenen Turnus gehalten.

Es sei üblich, die Arbeitseinteilung regelmässig zu überprüfen und zu hinterfragen, heisst es weiter. Dies werde nun auch nach den beiden Unfällen getan. Es könne aber nicht jeder Badegast ständig überwacht werden. Ein Restrisiko bestehe in jedem Bad. Unabdingbar seien auch Selbstverantwortung, Rücksichtnahme und "nicht zuletzt auch ein bisschen Glück", damit keine Unfälle passieren.