Basel/Olten
Gefährliche Tarnwaffen im Intercity entdeckt

Schweizer Grenzwächter haben in einem Intercity bei einem Passagier fünf als Taschenlampen getarnte Elektroschocker sichergestellt. Ein Jugendlicher hatte die Gegenstände in seinem Gepäck mitgeführt. Er wurde wegen Widerhandlung gegen das Waffengesetz der Polizei Kanton Solothurn übergeben.

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Die sichergestellten Gegenstände

Die sichergestellten Gegenstände

Grenzwachtregion Basel

Grenzwachtregion Basel

Vor wenigen Tagen führten Schweizer Grenzwächter in einem Intercity-Neigezug eine Zollkontrolle bei Reisenden durch. Im Gepäck eines jugendlichen Bahnpassagiers stellten sie fünf funktionsfähige Elektroschocker fest. Diese waren als handelsübliche Taschenlampen getarnt. Mit einem Knopfdruck können die Taschenlampen als Elektroschocker eingesetzt werden.

Übergabe an Kantonspolizei Solothurn

Der 17-jährige Schweizer wurde mit den sichergestellten Gegenständen wegen Widerhandlung gegen das nationale Waffengesetz der Kantonspolizei Solothurn in Olten übergeben. Wie die Grenzwachtregion Basel mitteilt, haben die kantonalen Behörden die entsprechenden Massnahmen eingeleitet.

Deutlich mehr Tarnwaffen in der Nordwestschweiz entdeckt

Bei Zollkontrollen in der Nordwestschweiz haben Mitarbeitende der Grenzwachtregion Basel im vergangen Jahr 411 Fälle von Widerhandlungen gegen das Waffengesetz festgestellt. Dabei standen Stichwaffen und Schlagstöcke im Vordergrund.

Ebenfalls wurden zehn Schusswaffen entdeckt. Im 2015 wurden im Rahmen von Zollkontrollen in der Nordwestschweiz rund 20 Elektroschocker, welche als Taschenlampe getarnt waren, sichergestellt. Im laufenden Jahr hat sich diese Zahl mehr als verdoppelt. (mgt)