Die Meldung, dass Pferde weggelaufen seien, ging bei der Kantonspolizei um 3 Uhr in der Nacht auf Sonntag ein. Aus Sicherheitsgründen sperrte die Polizei die Autobahn A6 in beide Richtungen bis zum Morgengrauen.

Diversen Patrouillen gelang es unter anderem mit einer Fahrzeugsperre und dank der Mithilfe von Passanten, vier der fünf Tiere auf der Autobahn einzufangen. Mitarbeiter des Pferdezentrums brachten die Tiere dann zurück, wie der Mitteilung der Polizei und der regionalen Staatsanwaltschaft zu entnehmen ist.

Doch das fünfte Pferd, das es auf der Autobahn kilometerweit bis nach Wichtrach geschafft hatte, kollidierte dort mit einem Fahrzeug. Das Tier wurde dabei so schwer verletzt, dass es noch auf der Unfallstelle von einer Tierärztin eingeschläfert werden musste. Der 26-jährige Automobilist blieb beim Unfall unverletzt.

Weitere Abklärungen seien im Gang, schreiben die Behörden. Sie suchen Zeugen zu den Vorgängen beim Pferdezentrum. In den Stallungen des Zentrums in Bern Nord sind rund 200 Pferde untergebracht. Nachdem die Eidgenössische Militärpferdeanstalt ihre Tore schloss, übernahm 1997 eine privatrechtliche Genossenschaft den Betrieb des Zentrums.