Frankreich

Französische Polizei steht bei Vergewaltigungsfällen vor Rätsel

DNA-Analysen einer Vergewaltigung in Frankreich können bisher nicht klären, wer der beiden eineiigen Zwillige die Tat begangen hat (Symbolbild)

DNA-Analysen einer Vergewaltigung in Frankreich können bisher nicht klären, wer der beiden eineiigen Zwillige die Tat begangen hat (Symbolbild)

Nach der Entdeckung von DNA-Spuren von eineiigen Zwillingen im Zusammenhang mit Vergewaltigungen muss die französische Justiz nun klären, wer der beiden genetisch praktisch identischen Brüder die Taten beging.

Dies verlautete am Samstag aus Ermittlungskreisen. "Das ist ein sehr seltener Fall", sagte Ermittlungsleiter Emmanuel Kiehl der Nachrichtenagentur AFP.

Die Verdächtigen, beide arbeitslose Lieferanten, beteuern den Angaben zufolge beide ihre Unschuld. Ihre vollkommen übereinstimmende DNA wurde aber an mehreren Orten gefunden, an denen zwischen September und Januar Vergewaltigungen und andere sexuelle Übergriffe verübt wurden. Die Opfer, Frauen im Alter zwischen 22 und 76 Jahren, identifizierten die gleich aussehenden Zwillinge auf Fotos als "den" Täter.

"Es bleibt die genaue Rolle von jedem zu klären", sagte Kiehl. Das Erbgut von eineiigen Zwillingen zu unterschieden, sei aber aufwendig, ausserdem seien dazu nur wenige Labore in Frankreich in der Lage. In der Zeitung "La Provence" erläuterte ein Genetik-Experte, beim Erbgut eineiiger Zwillinge gebe es "winzige Unterschiede", die bei der Entwicklung der Embryonen entstünden.

Die Zwillinge sind am Freitagabend im südfranzösischen Marseille in Untersuchungshaft gekommen.

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