Lebensmittelvergiftung

Französin stirbt wegen schlechtem Kebab

(Symbolbild)

Französin stirbt wegen schlechtem Kebap

(Symbolbild)

Wenige Wochen nach dem Tod eines Jugendlichen ist in Frankreich erneut ein Teenager durch Fast Food ums Leben gekommen: Eine 16-Jährige starb an den Folgen einer Lebensmittelvergiftung, die sie sich durch den Verzehr eines Kebabs eingefangen hatte.

Das Mädchen habe vergangene Woche zwei Mahlzeiten zusammen mit ihrer Schwägerin eingenommen, eine bei einem Freund und einen Döner in einer Snackbar, teilte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Auch die Schwägerin habe Magenkrämpfe bekommen und sich erbrochen. Es war aber zunächst nicht eindeutig nachzuweisen, durch welche der beiden Mahlzeiten dies ausgelöst wurde.

Sicher sei jedoch, dass die 16-Jährige an einem toxischen Schock mit Organversagen gestorben sei, der von einer Lebensmittelvergiftung herrührte, sagte Staatsanwalt Philippe Peyroux. Dies habe die gerichtsmedizinische Untersuchung ihrer Leiche ergeben.

Snackbar neben Schule entsprach nicht den Vorschriften

Die nach der Vergiftung sofort kontrollierte Snackbar habe nicht den Hygienevorschriften entsprochen und «zahlreiche Anomalien» gezeigt. Sie sei unverzüglich geschlossen worden, «zumal sie neben einer Schule liegt». Gewissheit über den Auslöser der Vergiftung sollten Laborergebnisse bringen, die noch ausstanden.

Wenn eine Verbindung mit dem Fast Food nachweisbar sei, werde er Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung einleiten, kündigte der Staatsanwalt an.

In der südfranzösischen Stadt Avignon ermittelt die Justiz gegen einen ehemaligen Franchise-Nehmer der Burgerkette Quick, nachdem im Januar ein 14-Jähriger nach dem Essen in seinem Lokal gestorben war.

In dem Fall war eindeutig nachzuweisen, dass der Junge sich die tödliche Lebensmittelvergiftung durch Bakterien zuzog, als er mit seinem Vater bei Quick ass. Die Erreger fanden sich auch in der Magenflüssigkeit mehrerer Mitarbeiter sowie auf dem Plattenboden des Lokals. (sda/sha)

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