Afghanistan

Fotos entführter Journalisten auf Pariser Triumphbogen projiziert

Journalistenvereinigung Reporter ohne Grenzen organisierte Aktion am Triumphbogen (Archiv)

Journalistenvereinigung Reporter ohne Grenzen organisierte Aktion am Triumphbogen (Archiv)

Frankreich hat am Mittwoch an die vor einem Jahr in Afghanistan verschleppten Journalisten Stéphane Taponier und Hervé Ghesquière erinnert: Anderthalb Stunden lang wurden am Morgen die Gesichter der beiden Fernsehreporter auf den Pariser Triumphbogen projiziert.

"Dies ist ein trauriger Jahrestag", sagte die französische Journalistin Florence Aubenas, die selbst vor fünf Jahren fünf Monate lang in irakischer Geiselhaft war. Mit dieser Aktion solle ein Signal gegeben werden: "Vergesst sie nicht". Organisiert hatte die Organisation die Journalistenvereinigung "Reporters sans frontières" ("Reporter ohne Grenzen").

Unterdessen mehrt sich Kritik an der Haltung der französischen Regierung, die den Angehörigen mehrfach vergeblich Hoffnung auf eine baldige Befreiung gemacht hatte. Die Eltern von Stéphane Taponier klagten über mangelnde Information seitens der Regierung.

Die beiden 47 und 48 Jahre alten Reporter des öffentlich-rechtlichen Fernsehsenders France 3 waren am 30. Dezember 2009 mit ihren drei afghanischen Begleitern mutmasslich von Taliban-Rebellen im Nordosten Afghanistans verschleppt worden.

Vor einigen Tagen war ein neues Video der Geiseln aufgetaucht, in dem sie die französische Regierung bitten, alles für ihre Freilassung zu tun. Die Taliban fordern einen Austausch der Geiseln gegen radikalislamische Kämpfer, die von US- und afghanischen Behörden festgehalten werden.

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