Film

«Flug in die Nacht - Das Unglück von Überlingen» vorgestellt

Ken Duken spielt Fluglotsen

Ken Duken spielt Fluglotsen

«Flug in die Nacht - Das Unglück von Überlingen» heisst der deutsch-schweizerische Fernsehfilm, der am 29. Juli in der ARD ausgestrahlt wird. Er zeichnet die Geschehnisse um das Unglück bei Überlingen vom 1. Juli 2002 nach.

Vor sieben Jahren stiessen über dem Bodensee ein Jet aus der russischen Republik Baschkirien und ein Frachtflugzeug der DHL in der Luft zusammen. Alle 71 Menschen an Bord der beiden Maschinen kamen ums Leben, unter den Toten waren 49 Kinder.

"Flug in die Nacht" wurde in Hamburg vorgestellt. Es ist der erste Spielfilm von Regisseur und Drehbuch-Co-Autor Till Endemann, der zur besten Sendezeit ausgestrahlt wird.

Die deutsch-schweizerische Co-Produktion hat nach Angaben von SWR-Fernsehfilmchef Carl Bergengruen 2,2 Millionen Euro gekostet. "Der Film brauchte keine dramatische Zuspitzung. Die Tragödie stand für sich", sagte Bergengruen bei der Vorstellung des Films.

Die Schweizer Flugsicherung Skyguide, der die Hauptverantwortung an der Katastrophe angelastet wurde, sei nicht begeistert gewesen, dass das Überlingen-Unglück verfilmt wird, sagte der Schweizer Produzent Peter-Christian Fueter.

Aber Angst vor einem juristischen Nachspiel habe der SWR nicht. "Wir sind so authentisch, wie es für einen Spielfilm möglich ist", sagte Regisseur Endemann, dem es nicht um einen actiongeladenen Streifen ging. "Den betroffenen Menschen mit Respekt und Anstand zu begegnen, war oberstes Ziel."

Ken Duken spielt den traumatisierten Fluglotsen der Schweizer Flugsicherung Skyguide, der in der Unglücksnacht Dienst hatte. Jewgeni Sitochin ist erstmals im deutschen Fernsehen in einer Hauptrolle zu sehen.

Er verkörpert den Russen, der Frau und zwei Kinder verliert und anderthalb Jahre nach der Tragödie den Fluglotsen umbringt. Sophie von Kessel ist die zwischen ihrer Pflicht und ihrem Mitgefühl hin- und gerissene Anwältin der Flugsicherung.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1