Motorradfahrer
Flüchtigem Motorradfahrer ging das Benzin aus

Mit über 200 km/h ist ein Motorradfahrer am Dienstagabend auf der A3 vor der Kantonspolizei Aargau geflüchtet. Nachdem er sich vorerst absetzen konnte, ging ihm später im Bözbergtunnel das Benzin aus.

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Aargauer Zeitung

Auf der A1 bei Lenzburg wurde eine zivile Patrouille der Kantonspolizei am Dienstag um 21.20 Uhr auf ein Motorrad aufmerksam. Nach Angaben der Kantonspolizei Aargau fuhr dieses mit zwei Personen besetzt und hoher Geschwindigkeit in Richtung Zürich und wechselte dann auf die A3 in Richtung Basel. Die Polizeipatrouille leitete eine Geschwindigkeitsmessung ein, welche eine strafbare Geschwindigkeit von über 180 km/h ergab.

Als die Polizisten das Motorrad anhalten wollten, ignorierte der Lenker das Haltezeichen und beschleunigte auf über 200 km/h. Aus Sicherheitsgründen brachen die Polizisten die Verfolgung ab. Sie sahen noch, wie der Motorradfahrer die A3 bei Lupfig verliess. Trotz Fahndung in der Umgebung blieb dieser vorerst verschwunden.

Um 21.50 Uhr gingen bei der Einsatzzentrale der Kantonspolizei mehrere Meldungen von Automobilisten ein, wonach zwei Personen im Bözbergtunnel ein Motorrad schoben. Angesichts der sehr gefährlichen Situation sperrte die Kantonspolizei den rechten Fahrstreifen. Wenig später war die erste Patrouille der Kantonspolizei vor Ort und stellte fest, dass es sich dabei um das zuvor geflüchtete Duo handelte, welchem das Benzin ausgegangen war.

Beim Motorradfahrer handelt es sich um einen 35-jährigen Deutschen mit Wohnsitz im Fricktal. Die Kantonspolizei verzeigte ihn und nahm ihm den Führerausweis ab. Das Bezirksamt ordnete die Sicherstellung des Motorrades an. Die Gründe für seine riskante Flucht vor der Polizei konnten nicht restlos geklärt werden. Als Mitfahrerin war eine 25-jährige Schweizerin mit dem Deutschen unterwegs.