Rupperswil

«Feuerteufel von Rupperswil» muss für 3,5 Jahre ins Gefängnis

Der Angeklagte betritt  im Januar 2012 mit seinem Verteidiger das Lenzburger Bezirksgericht.

Feuerteufel von Rupperswil

Der Angeklagte betritt im Januar 2012 mit seinem Verteidiger das Lenzburger Bezirksgericht.

Der 24-jährige Mann, der 2009 in Rupperswil zwei Brände gelegt hat, muss für 3,5 Jahre ins Gefängnis. Der Obergericht trat auf seine Argumente zur Strafmilderung nicht ein, sondern erhöhte das Verdikt der ersten Instanz deutlich.

Dieser Schuss ist gründlich nach hinten losgegangen. Der «Feuerteufel» von Rupperswil wollte nicht für 6 Monate ins Gefängnis. Das Bezirksgericht in Lenzburg hatte den heute 24-jährigen Mann im Januar zu 2,5 Jahren Gefängnis verurteilt, wovon 6 Monate unbedingt waren.

Diesen Entscheid akzeptierte der Mann nicht und gelangte ans Obergericht. Dieses verschärfte heute nun das Urteil und verknurrte den Brandstifter zu 3,5 Jahren Gefängnis.

Schwerwiegendes Motiv

«Das Motiv wiegt schwerer als die Milderungsgründe», begründete der Oberrichter Ruedi Bürgi sein Urteil.

Er habe damals grosse Probleme gehabt. Der erste Frust und Hass auf Gemeinde, der zweite ein verkappter Selbstmordversuch, sagt der geständige Brandstifter vor Gericht. Wieso er die Brandstelle verlassen habe, konnte er nicht schlüssig erklären.

Rekurs war für den Brandstifter ein Schuss in den Ofen

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Und auch der Anwalt hieb in die gleiche Kerbe. Die persönliche Situation sei beim erstinstanzlichen Verdikt zu wenig berücksichtigt worden, sagte er. Der Angeklagte habe sich zwischenzeitlich stabilisiert, habe eine feste Arbeit und habe auch damit begonnen, den Schaden zurückzuzahlen. Der Mann zahlt heute monatlich 1200 Franken an die Geschädigten, die Gemeinde Rupperswil und die Schützengesellschaft, zurück. Der Schaden seiner beiden Brandstiftungen im Jahr 2009 belief sich auf über 600000 Franken.  (rsn)

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